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Staatenlos hat es sich zum Ziel genommen trotz aller Beleuchtungen von Möglichkeiten in der Gegenwart etwa alle 2-3 Wochen einen Ausblick auf die Zukunft zu wagen. In einem langen ersten Artikel sprach ich bereits von den 7 Ds der „Dezentrevolution“, die uns in Zukunft das Leben vereinfachen werden. In einem weiteren bereits im Frühjahr veröffentlichten Artikel schauen wir uns nun an, wie das ganze in der Praxis aussehen könnte.

 

Eines der Ds, die Digitalisierung, schreitet dabei fast unaufhaltsam voran. Diese Entwicklung sollte man nicht unterschätzen.

 

Trotz aller Krisenangst steht unserer Weltwirtschaft nämlich ein dramatischer, positiver Wandel bevor. Ein Wandel, der etliche Billionen neue Dollar in wenigen Jahren in den Wirtschaftskreislauf spülen wird. Ein Wandel allerdings, von dem Du vielleicht gerade das erste Mal hörst…

 

Die „Rising Billions“

Diesen Wandel bringen die „Rising Billions„, die Gruppe von etwa 3-4 Milliarden Menschen auf unserer Welt, die vorzugsweise aus Afrika, Indien, China und weiteren armen Entwicklungsländern kommen. Sie haben noch nie etwas gekauft, was über ihre Grundbedürfnisse hinausgeht. Sie haben niemals irgendetwas ins Internet hochgeladen. Sie haben niemals etwas erfunden noch anderes verkauft als sie mit ihren Händen produzieren.

 

Sie alle werden innerhalb der nächsten 5 Jahre online kommen und die Weltwirtschaft antreiben.

 

Während ihr durchschnittliches Einkommen kurzfristig nur marginal ansteigen wird, repräsentieren sie in ihrer Quantität doch Dutzende von Billionen Dollar, die darauf warten, ausgegeben zu werden. Denn sie kommen nicht online, wie wir vor 20 Jahren. Statt Modem können sie mit stabilen 1 Mbps auf modernen Mobiltelefonen und Tablets rechnen und haben sofortigen Zugang zum sämtlichen Wissen der Welt und aufregenden Chancen durch Crowdfunding, Crowdsorcing und neuen Technologien wie Cloud 3D-Druck, Krypto-Währungen und darauf aufbauenden Blockchain-Dienstleistungen wie BitNation.

 

Innerhalb einer Sekunde können sie aus ihrem begrenzten lokalen Gebiet ausbrechen und ihre Dienstleistungen weltweit zur Verfügung stellen.

 

Exponentielles Wachstum an Internetverbindungen durch neue Technologien

2010 waren nur 1,8 Milliarden Menschen mit dem Internet verbunden. Heute, 5 Jahre später, sind es bereits 2,8. Doch bei über 7 Milliarden Bevölkerung impliziert dies, dass immer noch mehr als 4 Milliarden Menschen auf der Welt ohne Internetzugang sind. Freilich nicht mehr lange, wie viele Experten voraussagen. Durch vereinte Anstrengungen in Milliardenhöhe der vier im Folgenden kurz vorgestellten Initiativen rechnen Experten bereits 2020 mit einer völlig verbundenen Welt. Dies hat natürlich auch positive Implikationen für ortsunabhängige Unternehmer, die quasi dann tatsächlich von absolut jedem Ort der Welt arbeiten könnten.

1. Facebook & Internet.org

Im April kündigte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg an, dass sein Unternehmen ein unbemanntes Luftschiff designt hat, dass Internetzugang vom Himmel auf die Erde strahlen kann. Ein Testflug in Großbritannien fand dazu bereits statt. Das futuristisch anmutende Vehikel namens „Aquila“ hat eine größere Flügelspannweite als eine Boeing 737, doch wiegt dabei weniger als ein Auto.

Angetrieben von Solarzellen auf seinen Flügeln kann es für mehrere Monate auf Höhen von bis zu 18000m operieren. Zuckerberg sagt:

 

„Fluggeräte wie dieses werden helfen, die gesamte Welt zu verbinden, indem sie zu erschwinglichen Kosten die 10% der Weltbevölkerung bedienen können, die in abgelegenen Regionen ohne vorhandene Internetinfrastruktur leben.“

 

Die Drohnen würden dauerhaft über Gebieten kreisen, wo Internetzugang nicht vorhanden oder sehr verstreut ist.

2. SpaceX

Elon Musks neues SpaceX-Büro in Seattle beschäftigt eigens 50 Angestellte für ein Projekt, das 700 kleine Satelliten herstellen möchte, die Internetzugang auf dem gesamten Planeten mit Fokus auf ländliche, wenig entwickelte Gegenden ermöglichen. Laut Musk könnte dieses 10 Milliarden-Investment in weniger als 5 Jahren umgesetzt sein.

Durch seinen Wissensvorteil in Raketentechnologie könnte SpaceX dieses Projekt tatsächlich sehr erschwinglich umsetzen und unterhalten. Goolge und der Fonds-Riese Fidelity haben bereits mehr als eine Milliarde investiert.

3. One Web: Virgin Group & Qualcomm

Satelliten werden auch von Greg Wyler in Partnerschaft mit Qualcomm und Virgin Group als Möglichkeit erwogen. Wyler und deren Vorsitzende Paul Jacobs und Richard Branson haben eine massive Konstellation von Satelliten namens „OneWeb“vorgeschlagen, die ein global harmonisiertes Spektrum zur Verfügung stellen.

Ihr Design soll aus 650 Satelliten zu 125kg bestehen, die auf 1200km Höhe operieren sollen. Jeder Satellit soll mindestens 8 Gbts direkt in Mobilgeräte und Häuser liefern. Wyler sagte in einem Interview im Januar, dass die Prüfung von Satellitenherstellern fast abgeschlossen sei. Die Satelliten würden 2017 ihren Weg ins All antreten.

4. Google’s „Loon“-Projekt

Das „Loon“-Projekt ist ein Netzwerk aus Tausenden von Ballons, die am Rande des Weltalls reisen sollen. Auch sie sollen Menschen in ländlichen und wenig entwickelten Gegenden helfen, Verbindungslücken füllen und Menschen nach Naturkatastrophen schnell wieder online bringen.

Hoch in der Stratosphäre, weit über Flugzeugen und dem Wetter, gibt es verschiedene Schichten von Winden, die in Richtung und Geschwindigkeit variieren. Google hat bereits seine Fähigkeit gezeigt, die Richtung und Position der „Loon“-Ballons zu kontrollieren, indem sie sie in die passende Schicht von Winden manövriert haben. In Partnerschaft mit Telekommunikationsunternehmen möchte Google Menschen dazu befähigen, sich direkt über ihre Mobiltelefone und andere LTE-Geräte in dieses Ballon-Netz einzuloggen.

 

Die Folgen einer global verbundenen Welt

Schon oft haben uns die Mega-Konzerne unserer Welt mit neuen Möglichkeiten überrascht. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass sie in den nächsten 5 Jahren ihre Vision einer global verbundenen Welt Realität werden lassen. Während dies freilich auch mit Blick auf eigene Geschäftsmöglichkeiten geschieht, sollte man die positiven Auswirkungen auf die Menschheit nicht kleinreden.

 

Gewinnorientierte Konzerne schaffen hier aufregende Möglichkeiten für Milliarden von Menschen, denen Milliarden an Entwicklungshilfe von Regierungen bisher eher wenig gebracht haben.

 

Neben einer deutlichen Spritze für die Weltwirtschaft sollten wir darüber hinaus eine neue Welle von Unternehmertum, eine Explosion von Innovation und weiter zunehmenden globalen Wettbewerb erwarten.

Dies wird die Art und Weise des Arbeitens in Zukunft völlig auf den Kopf stellen. Wer bereits jetzt mit einer ortsunabhängigen Dienstleistung durchstartet, muss sich bei Umstrukturierungen in der Zukunft nicht mehr fürchten. Gleichzeitig wird die Konkurrenz zunehmen, da eine Internet-Verbindung potentiell ständig und überall verfügbar ist, begleitet von weit leistungsfähigeren Batterien für Smartphones und Laptops. Ortsunabhängige Unternehmer können dann also auch endlich ihre Weltumsegelung machen oder auf Kuba leben ohne ihr Geschäft aufgeben zu müssen. Zur Weltumsegelung gibt es dabei bereits jetzt eine interessante Möglichkeit.

Ein Wandel also mit gewaltigen Implikationen, der in vielen Ländern Europas jedoch ebenso gewaltig verschlafen wird…

 

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