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Im letzten Artikel haben wir den Eröffnungsprozess eines Auslandskontos einmal genau unter die Lupe genommen. Heute beschäftigen wir uns mit der Willkür von Banken, die Dir vielleicht ein Konto verwehren wollen, selbst wenn Du ihre Voraussetzungen eigentlich erfüllst.

 

Denn leider lassen sich im Bereich Offshore-Banking kaum pauschalen Aussagen treffen. Jeder Fall ist hier anders.

 

Jeder Klient hat andere Faktoren, die ihm wichtig sind, jede Bank hat andere Faktoren, auf die sie bei Bewerbungen achtet. Eine Empfehlung für eine konkrete Offshore-Bank auszusprechen ist daher generell kaum möglich und wurde bisher auf dem Staatenlos-Blog auch noch nicht versucht.

Genauso wenig kannst Du Dich darauf verlassen, dass alle Informationen in diesem Blog stimmen. Sie sind nach besten Gewissen recherchiert, aber gerade im Offshore-Banking können sich die Verhältnisse von heute auf morgen ändern. Gerade in jüngster Zeit werden viele Banken immer strikter in den Konten-Eröffnung. Eröffnete die Bank of Valletta Ende 2014 noch für fast jedes Offshore-Unternehmen Geschäftskonten, so haben Ende 2015 nur noch wenige Erfolg. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich durch Informationsaustausch und zunehmende Regulierung global beobachten.

Generell können Offshore-Banken vor allem in 2 Punkten Problemen bereiten: einerseits, weil Du einen ausländischen (oder keinen) Wohnsitz hast, andererseits weil Du Dein Konto vielleicht aus der Ferne eröffnen möchtest. Was Du dann tun kannst, erfährst Du später in diesem Artikel.

 

Und warum ist das überhaupt ein Problem für die Bank?

 

Konto für Nicht-Residenten

Konten für Nicht-Residenten sind ein erhöhtes Risiko für jede Bank, weil sie Dich nicht rechtlich greifen können. Sie können theoretisch das Konto schließen oder gar einfrieren, was ihnen in Konfliktfällen aber oft lokal nicht erlaubt ist. Zahlst Du etwa einen Kredit nicht zurück, kann die Bank wenig machen.

Falls Du keinen guten Grund zum Banken in einer bestimmten Jurisdiktion hast, wird sich die Bank fragen, was Du dort machst, wer Du bist und was Du vorhast.

 

Möchtest Du vielleicht etwas verstecken, dass Deine Heimatbank oder -regierung nicht sehen dürfen?

 

Aus diesem Grund werden einige Banken darauf bestehen, dass Du eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung oder einen lokalen Ausweis besitzt. Dies lässt sich jedoch umgehen, indem Du Dich von Anfang an als attraktiver Kunde positionierst. Ein nagelneues Offshore-Unternehmen aus Brunei wird kaum Chancen auf ein Konto in Dubai haben, es sei denn, es plant geschäftliche Aktivitäten in der Golf-Region.

Für Geschäftskonten gelten daher vor allem das Alter des Unternehmens, die Solidität der Finanzen und eine große Zahl von Kunden als wichtige Faktoren. Noch viel wichtiger ist natürlich die Einlage, die Du bei der Bank aufbringen willst. Genauso schaut es bei Privat-Konten aus, wo Du mit einer Million € sehr viel herzlicher empfangen wirst als mit ein paar 1000€. Gerade Privat-Banken brauchst Du in diesem Fall gar nicht zu kontaktieren, wenn Du nicht ihrem Kundenprofil und Vermögensklasse entsprichst.

Privat-Konten stellen für viele Banken ein geringeres Risiko dar, da sie selten zur Steuerhinterziehung benutzt werden und Geldwäsche schwierig mit ihnen ist. So kann man in fast allen Ecken der Welt Sparkonten eröffnen. Giro-Konten sind etwas eingeschränkter, weil sie für häufigere Transaktionen benutzt werden.

 

Konten-Eröffnung aus der Ferne

Remote-Eröffnungen können ebenfalls ein Problem darstellen. Da wegen Geldwäsche-Skandalen die Regulierung zunimmt, gehen viele Banken lieber den sicheren Weg über persönliche Anwesenheit. Kriminelle könnten schließlich Konten unter falschen Namen, den gestorbener Personen oder gekaufter Identitäten benutzen. Eine Beglaubigung braucht dann nur noch einen korrupten Notar. Gerade das Problem mit gekauften Identitäten ist kaum lösbar, insbesondere wenn es durch Vertrauenspersonen erfolgt.

 

Diese können ganz legal ein Konto eröffnen und ihre Bank-Karten, Zugänge für das Online-Banking und TAN-Nummern an eine zweite Person weitergeben. Benutzt diese noch ein VPN-Netzwerk mit dem Wohnsitzland des Konten-Besitzers, so ist eine Aufdeckung praktisch unmöglich.

 

Natürlich kann selbst persönliche Anwesenheit an einer solchen Methode nichts ändern. Gegen viele andere Versuche kann sie jedoch vorbeugen. Auch lassen sich mit der Pflicht zur persönlichen Anwesenheit diejenigen Bewerber aussortieren, die es nicht ernst genug meinen. Schließlich lassen sich aus einem Nicht-Erscheinen gewisse Implikationen schließen. Wenn Du noch nicht einmal zur Konten-Eröffnung erscheinst, wie ernst kann man Dein Unternehmen nehmen? Wenn Du noch nicht einmal das Geld aufbringen kannst in das Land zu fliegen, wie sieht es mit dem Kapital Deines Unternehmens aus?

Indem sie Dich persönlich erscheinen lassen, machen die Banken von für sie kostenlosen Verifikations-Mechanismen Gebrauch.

 

Wenn Du eine Grenze überquerst, wird Dein Pass überprüft. Wenn Du ein Visa brauchst, hat dies zusätzlich noch eine Botschaft oder Einwanderungsbehörde überprüft. Wenn Du mehrere Pässe hast, kann die Bank einfach jenen mit dem relevanten Eingangsstempel verlangen.

 

Was Du tun kannst um Deine Chancen zu erhöhen

Sicher hast Du nur legitime Gründe ein Konto zu eröffnen und verstehst nicht, warum Banken es so kompliziert machen Dein Geld zu nehmen. Vieles liegt jedoch an Dir und mit dem richtigen Verhalten kannst Du Deine Chancen merklich erhöhen.

Zum einen brauchst Du gute Gründe darum ein Konto in ausgerechnet jener Jurisdiktion zu eröffnen. Bankgeheimnis gehört nicht dazu und sollte überhaupt vermieden werden. Stattdessen bieten sich folgende Gründe an, die vermutlich auch bei der Wahl dieser Bank eine Rolle gespielt haben:

  • Geschäfte in der Jurisdiktion oder Region
  • regionale Investitionen, Diversifikation Deiner Anlagen
  • attraktive finanzielle Stabilität
  • Zugang zu guter Vermögensverwaltung (sofern das Geld dafür da ist)
  • langfristige Sparanlagen wegen guter Zinslage
  • Anlagen in lokalen Währungen

 

Natürlich können Dich Banken immer noch ablehnen, insbesondere wenn Du aus der Ferne ein Konto eröffnen versuchst. Folgende 2 Faktoren können weiterhin entscheidend sein.

Einerseits spielt die Höhe der Einlage eine Rolle. Bei mehreren Millionen wird die Bank Dir den Roten Teppich auslegen und den Konten-Eröffnungs-Prozess so angenehm wie möglich gestalten. Mit weniger Geld wollen sie Dich lieber vorher kennen lernen.

Andererseits können Empfehlungen eine Rolle spielen. Daher kann es sich durchaus anbieten, einen guten Vermittler mit der Verbindung zu einer Bank zu beauftragen. Wenn dieser eine langjährige Beziehung mit einer Bank hat, wird diese Dich wahrscheinlich auch akzeptieren.

Staatenlos kann bei einer limitierten Auswahl von Banken eine Konto-Eröffnung vermitteln. Dazu gehören auch Banken in Ländern wie Dubai, Singapur, Mauritius, Cook, Schweiz, Georgien und vielen Karibik-Inseln.

Falls Du etwa aus beruflichen Gründen nicht reisen kannst oder aus Flugangst nicht willst, können Empfehlungen innerhalb von Banken noch aushelfen. Dies geht natürlich nur bei internationalen Banken, die an mehreren Finanzplätzen weltweit vertreten sind. In Deutschland kann es sich durchaus lohnen deren Niederlassungen in Frankfurt ausfindig zu machen um Zugang zur Schwesterniederlassung in einem Offshore-Land zu bekommen.

Zuerst erklärst Du Deine Situation der Bank im Offshore-Land und überzeugst sie von Deinen Absichten. Wenn sie einer Konten-Eröffnung positiv gegenüberstehen, frage ob ein Besuch bei Deiner lokalen Niederlassung ausreicht um das Konto zu eröffnen. Dabei ist die Erfolgsrate sehr unterschiedlich, aber Du hast Dir zumindest den Flug ans andere Ende der Welt gespart, selbst wenn Dir die Bank ein paar zusätzliche Gebühren berechnen sollte.

 

Generell solltest Du allerdings die Mühe auf Dich nehmen persönlich bei einer Bank zu erscheinen.

 

Weitere Ratschläge zur erfolgreichen Eröffnung Deines Auslandskontos in einem sicheren Land bei einer vernünftigen Bank findest Du übrigens in meinem Ratgeber: “Weil Dein Geld Dir gehört: mit Offshore-Banking sicher durch die Krise”. Dort vergleiche ich auch über 200 Banken in 50 Ländern.

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