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Auf Staatenlos gehen wir meistens auf die tollen Möglichkeiten ein, die uns das Internet eröffnet. Wir können nicht nur ortsunabhängig passives Einkommen erwirtschaften, sondern dies auch auf Bitcoin-Basis schnell und effizient überall auf der Welt verteilen. Wir können ein Unternehmen überall auf der Welt gründen und richtig gemacht steuer-frei leben.

Doch natürlich birgt das Internet auch Gefahren vielfältiger Art. Genauso wie wir sehr bei der Wahl von Offshore-Agenturen aufpassen müssen, sollten wir bei jedem Anbieter im Internet aufpassen, dem wir unser Geld anvertrauen wollen. Denn das Internet ist eine wahre Spielwiese voller Betrüger, die es nur auf Dein Geld abgesehen haben.

In der Zeit von Lügenpresse und Fake News ist es wahnsinnig schwer geworden, richtige Informationen von falschen zu trennen. Insbesondere wenn es dann um das Thema Geld geht, fallen die Alarmglocken bei vielen Leuten aus. Einfach Geld verdienen im Internet wird einem ständig suggeriert – und viele fallen darauf rein.

 

Es ist tatsächlich einfach im Internet Geld zu verdienen. Aber es erfordert trotzdem harte Arbeit und eine kluge Strategie. Geld fällt nicht vom Himmel, auch wenn manche Plattformen das geradezu versprechen.

 

In diesem Beitrag möchte ich Dir die Werkzeuge an die Hand geben, wie Du legitime Plattformen im Internet von Betrug unterscheidest. Leider häufen sich bei mir in letzter Zeit selbst in der Beratung viele Anfragen von Leuten, die völlig ahnungslos gut getarnten Schneeballsystemen aufsitzen und im guten Gewissen auf ihre Wirkung diese noch weiterempfehlen. Dabei lassen sich Scams mit nur wenig Aufwand relativ schnell auch als solche erkennen.

Bevor Du irgendjemanden Dein Geld anvertraust – sei es eine Bank, ein Broker, ein Finanzdienstleister oder ein Investment-Portal – solltest Du die folgenden Schritte beherzigen. Wenn Dir dabei Zweifel kommen, höre auf Dein Bauchgefühl. Zu schön um wahr zu sein ist nämlich meistens nicht wahr.

 

Das Geschäftsmodell als Indikator für Scams

Um eine Plattform auf ihre Legitimität zu prüfen musst Du gar nicht zwingend die Schritte anwenden, die ich Dir weiter unten zeigen werde. Oft reicht es schon aus, dass Geschäftsmodell zu verstehen und zu hinterfragen.

Dabei solltest Du Dich auf keinen Fall blenden lassen vor irgendwelchen Versprechungen. Natürlich klingt Betrug immer erst gut. Einer sorgfältigen Analyse halten Schneeballsysteme aber selten Stand.

Ein Ponzi-Scheme heutzutage zu gründen ist extrem einfach und richtig gemacht kann sich der Betrüger in Sicherheit vor Strafverfolgung schätzen. Das Modell dabei ist eigentlich immer das Gleiche.

 

Man soll sein Geld auf eine Plattform einzahlen, die einem vielfältige Vorteile ermöglicht. Es handelt sich etwa um eine “revolutionäre” Bank, die ohne Anforderungen jeden Offshore-Unternehmen ein Konto eröffnet. Oder ein Investment-Portal, das einem haushohe Renditen in kürzester Zeit verspricht.

 

Hier sollten bereits die Alarmglocken angehen. Kann sich eine Plattform, die zweistellige Renditen auf Wochenbasis anbietet, wirklich durch ihr Trading finanzieren?

Die Antwort ist eigentlich immer nein. Meine Arbeit hat mich schon mit vielen professionellen Tradern zusammengebracht, die nicht den Ruf des schnellen Geldes erliegen, das letztlich gar nicht existiert. 2-3 Prozent im Monat seien konstant möglich, ist die allgemeine Aussage. Dies läge jedoch schon im oberen Bereich und müsste bei dieser spekulativen Tätigkeit mit eventuellen Verlusten verrechnet werden. Hochgerechnet kann man also vermutlich sagen, dass deutlich mehr als 20% Trading-Gewinn im Jahr entweder hochspekulatives Glück oder tatsächlicher Betrug sind. Sicher Betrug sind sie, wenn die 20% – oder teils deutlich mehr – in einer Woche möglich sein sollen.

Viele Nutzer dieser Portale mögen jetzt einwerfen, dass sie tatsächlich ihre investierten Summen mit entsprechend hoher Rendite auf ihrer Plattform gut geschrieben bekommen. Das hat natürlich wenig zu sagen. Eine Nummer in einer Datenbank ändern kann jeder – ob das Geld wirklich da ist, ist eine andere Frage. Nur weil eine Plattform ein Monatseinkommen von 20.000€ anzeigt, heißt es nicht, dass man um 20.000€ reicher ist. Wesentlich ist, sich dieses Geld auch auszahlen zu können.

Hier werden die meisten Nutzer wieder einwerfen, das ja genau das möglich ist. Sie können sich gewisse Summen ausschütten – das System funktioniert. Aber Vorsicht: natürlich funktioniert die Ausschüttung am Anfang. Schneeballsysteme müssen am Anfang ausschütten um zu funktionieren. Schneeballsysteme können auch für Monate gewisse Summen ausschütten. Das heißt aber nicht, dass sie keine Schneeballsysteme sind.

 

Wie wir oben gesehen haben sind Renditen über 20% bereits im Jahr unrealistisch. Wie kommen Ponzi-Plattformen also an Geld, das den Nutzern ausgeschüttet wird?

 

Fast alle Schneeballsysteme bedienen sich einer Multi-Level-Marketing-Strategie. Das soll nicht heißen, dass Network-Marketing per se Betrug ist. Im hochregulierten Nahrungsmittelergänzung- und Kosmetik-Bereich ist es oft die einzig sinnvolle Vertriebs-Strategie (auch wenn hier die meisten Produkte ebenfalls Quacksalberei sind). Aber sobald MLM auf Investments angewendet wird, kann man fast immer vor einem Ponzi-Scheme ausgehen.

Multi-Level-Marketing ist zu unterscheiden von Affiliate-Marketing. Fast alle großen Banken, Broker und Finanzdienstleister haben legitime Affiliate-Programme, die es Kunden ermöglichen von einer ehrlichen Weiterempfehlung zu profitieren. Dass sie alle keine MLM-Methoden einsetzen, legt aber nahe, dass diese mit Vorsicht zu genießen sind.

Netzwerk-Marketing ist Marketing mit mehrstufigen Provisions-Strukturen. Man wirbt Team-Mitglieder an, die wiederum selbst Team-Mitglieder anwerben. Zusammen bilden sie eine Art quasi-religiöse Gemeinschaft, in der sämtlicher Widerspruch gegen das Produkt mit vernichtenden Eifer zurückgeschlagen wird. Steigt man früh genug ein und baut sich sein Team auf, profitiert man fortan von Beteiligungen an den Einkünften sämtlicher Team-Mitglieder unter einem.

Das ist natürlich extrem grob und wird den vielfältigen Vergütungsstrukturen solcher Plattform kaum gerecht. Es ist in erster Linie auch nichts Schlechtes, sondern eine gut durchdachte Marketing-Strategie, die ich selbst zum Vertrieb meiner Digitalen Produkte anwende, wenn auch auf 2 Ebenen beschränkt.

Problematisch wird Network-Marketing aber dann, wenn man sich als neues Mitglied erst in ein Netzwerk einkaufen muss. Fast alle Schneeballsysteme, die mit einfachem Geld verdienen in Internet werben, haben eine solche Hürde. Um mitzumachen muss man erst eine gewisse Summe investieren – auf die man natürlich eine große Rendite zurück bekommt. Je mehr Geld man bereit ist für dieses “Starter-Paket” auszugeben, desto größer ist natürlich der versprochene Return.

Hat man sich eingekauft, fängt der Teufelskreislauf an. Sein investiertes Geld kommt tatsächlich mit der versprochenen Rendite zurück und man kann sich den Gewinn auszahlen. Weil es so gut funktioniert, lässt man sich natürlich nur einen Teil auszahlen und reinvestiert den Rest. Gleichzeitig lockt ein Zusatzverdienst für Empfehlungen ins Netzwerk-Marketing einzusteigen. Guten Gewissens eine funktionierende Geldquelle im Internet gefunden zu haben empfiehlt man es erst Freunden & Bekannten und steigt vielleicht dann irgendwann ein es kommerziell zu bewerben. In der Zwischenzeit werden die investierten Summen immer höher und die Renditen immer größer. Alles perfekt, oder?

 

Leider nein. Schneeballsysteme sind darauf ausgelegt am Anfang perfekt zu funktionieren, jedoch nicht nachhaltig zu sein. Über kurz oder lang bricht jedes Schneeballsystem zusammen. Wie lange ein Ponzi-Scheme gut geht, hängt maßgeblich damit zusammen, wann es sich für den Betrüger lohnt das Ganze aufzugeben.

 

Die meisten Ponzi-Plattformen, die hohe Trading-Renditen versprechen, traden gar nicht. Die angeblichen Renditen, die ausgezahlt werden, speisen sich rein aus den Aufnahmegebühren neuer Mitglieder und deren fortschreitenden Investments. Passt das Marketing, so kann die ganze Maschinerie sehr lange am Leben gehalten werden. Auch hohe Renditen, die tatsächlich ausgezahlt werden, können eine Zeit lang möglich sein. So kalkuliert natürlich ein Betrüger, der einen 5000er in 2 Wochen verdoppelt, darauf, dass der Investor vom schnellen Geld geblendet danach noch deutlich mehr Geld investiert.

Dies kann eine ganze Zeit so laufen, aber irgendwann kann man sich sein angeblich verdientes Geld wahrscheinlich nicht mehr auszahlen. Denn auch Betrüger müssen ökonomisch denken und werden Dir nur solange hohe Renditen auch tatsächlich auszahlen, wie Du nützlich für die Plattform bist, sprich wie viele Neu-Mitglieder zu welchen Investments Du in das Netzwerk holst. Lassen sich keine “Dummen” mehr finden und Deine “gefundenen Dummen” finden auch keine “Dumme” mehr, so bleibt dem Betrüger als Einnahmequelle nur noch die tatsächlich investierten Geldsummen. Weil mit diesen aber ja gar nichts gemacht wird, kann entsprechend auch keine, zumindest jedoch keine sehr hohe Rendite anfallen. Selbst wenn stellt sich die Frage, warum der “Trader” dann nicht einfach einen hohen Kredit aufnimmt und damit munter immer weiter sein Geld vermehrt. Zumal bei den versprochenen Renditen innerhalb eines Jahres bereits unrealistische Milliarden-Summen drin sind.

Folglich erhältst Du auf einmal keine Auszahlung mehr – weil Du bereits so lange dabei bist, hast Du aber hohe Geldsummen in der Plattform stecken. Wenn es sich für den Betrüger lohnt die von Dir investierten Geldsummen zu behalten, weil Du ihm nicht noch mehr in Zukunft liefern kannst, macht er das. Dabei schaut er nicht nur auf Dich, sondern auf sämtliche Mitglieder der Plattform. Nach einigen Wochen oder Monaten ist der Punkt erreicht, wo einerseits extrem viel Geld investiert wurde, andererseits aber kaum noch neue Mitglieder nachkommen.

 

Vermutlich wird sich der Betrüger jetzt also am Geld bedienen, die Plattform schließen, ein paar Jahre im Saus und Braus leben und dann das Ganze wiederholen. Du hingegen hast sehr viel Geld verloren.

 

Eine Schneeball-Plattform lebt also davon, ständig neue Leute ins Boot zu holen. Die Gier nach dem schnellen Geld im Internet beflügelt dieses eigentlich leicht zu durchschauende Modell immer wieder. Besonders im Zeitalter der Krypto-Währungen hat es ganz neuen Aufwind bekommen, wie etliche Scams – von prominenten wie OneCoin zu weniger bekannten Währungen zeigen. Denn Krypto-Währungen sind perfekt für Betrüger, weil Transaktionen pseudonym, unumkehrbar und schnell sind. Sie müssen sich nicht mehr mit den immer schwieriger werdenden Eröffnungen von Konten abgeben oder rechtlich illegal Kundengelder verwalten, weil sie keine Lizenz haben.

Sie können Krypto-Währungen komplett am System vorbei nutzen und zusätzlich auf den Spekulationseffekt hoffen, den man mit Verweis auf Bitcoin und seine immmensen Kursgewinne immer bei Krypto-Währungen hat. Gekoppelt mit MLM-Vertriebsmethoden macht das diese “Krypto-Währungen” zu optimalen Scams. Denn man könnte natürlich denken, je mehr angeworbene Leute auch eine Krypto-Währung nutzen, je mehr steigt ihr Wert. Insofern missioniert man eifrig andere Leute sich ebenfalls diese spezielle neue Krypto-Währung zu kaufen.

Leider handelt es sich ob großer Versprechen sehr selten um wahre Krypto-Währungen, sondern lediglich um eine Digitale Währung, die den Anschein von Krypto-Währungen erweckt. Dieses Thema führt an dieser Stelle soweit, aber ich empfehle sämtlichen Digital-Währungen fern zu bleiben, die nicht komplett Open-Source dezentralisiert auf Peer-to-Peer-Basis funktionieren. Jedes Stück zentrale Kontrolle – und sei es noch so vorteilhaft dargestellt – ermöglicht extremen Betrug.

 

7 Schritte zur Aufdeckung von Betrug im Internet

Aber Thema-Wechsel. So offensichtlich illegitim auch ein Geschäftsmodell sein mag, manchmal ist es sehr gut getarnt. Und viele Scams setzen auf ganz andere Methoden, die oben gar nicht erklärt sind. Deshalb solltest Du vor Anmeldung auf jeglichen Plattformen, denen Du Geld anvertraust, immer folgende Dinge prüfen.

 

1. Handelsregister-Eintrag

Im ersten Schritt gilt es zu prüfen, ob das Unternehmen das Unternehmen ist, das es zu sein vorgibt. Schließlich könnte man irgendeine Adresse ins Impressum schreiben und sagen, dass es sich um ein Unternehmen handelt. Ohne Registrierung im Handelsregister existiert das Unternehmen vielleicht gar nicht.

Viele Offshore-Jursdiktionen haben natürlich keine öffentlich einsehbaren Handelsregister, weil Anonymität ihr Angebot ausmacht. Allerdings werden die meisten Scams auch selten in klassischen Offshore-Jurisdiktionen gegründet, weil Betrüger natürlich legitim erscheinen wollen.

Zudem können die meisten Offshore-Unternehmen nicht oder nur mit viel krimineller Energie anonym gegründet werden, weil immer eine Passkopie, Verbrauchsrechnung oder Bankreferenz vorzulegen ist. Sich irgendwie zu identifizieren möchte ein Betrüger natürlich vermeiden.

Am meisten genutzt für Ponzi-Schemes wird deshalb momentan die klassische Limited aus Großbritannien, die extrem leicht, schnell und günstig gegründet werden kann. Besteuerung existiert Schneeball-Gründer wenig, weil die Firmen ohnehin kein Jahr existieren. Sie werden rein auf Sicht von ein paar Wochen gegründet um dann inaktiv zu werden.Weil Großbritannien vor hat einen Transparenzregister einzuführen, mögen viele Firmen bald nach Irland abwandern, wo nach der jüngsten Reform des Gesellschaftsrechtes Anonymität weiter möglich ist.

Wesentlich für Betrüger bleibt die schnelle, günstige Gründung ohne Verifizierung. So kann man auch einfach eine Gesellschaft unter falschen Namen gründen. Besonders einfach ist dies auch in den USA. Da die Vereinigten Staaten deutlich drastischer gegen Schneeballsysteme vorgehen, ist England aber meist die beliebtere Wahl.
Hin und wieder werden natürlich auch klassische Offshore-Länder benutzt. Beliebt sind etwa Dubai und Hong-Kong, weil sie ein gewisses weltläufiges Prestige ausstrahlen.

Ob reale oder Fake-Identität – es lohnt sich immer die genannten Eigentümer/Geschäftsführer separat im Handelsregister zu untersuchen. Oft sieht man etwa, dass der gleiche Eigentümer bereits in der Vergangenheit mehrere Firmen hatte, die jedoch alle nach wenigen Monaten aufgelöst wurden. Nun ist Scheitern nicht verwerflich, eine solche Häufung aber verdächtig. Hinzu kommen gewisse Zeiträume, wo keine Firma besteht. Der Schluss liegt nahe, dass alle paar Jahre ein neues Schneeballsystem hochgezogen wird, wenn die Erträge aus dem vorherigen irgendwann aufgebraucht sind.

 

2. Lizenz

Dass die meisten Plattformen auf Betrug aus sind, kann man schon deshalb erahnen, dass sie keinerlei Lizenz besitzen. Über den Sinn und Zweck von Lizensierung lässt sich streiten, aber es ist heute Tatsache, dass man überall auf der Welt eine Lizenz braucht, um mit einem Unternehmen Kundengelder zur Verwaltung anzunehmen. Sämtliche Offshore-Jurisdiktionen schließen ausschließlich Bank- und Finanz-Diemstleistungen als Geschäftszweck aus. Um solche Dienstleistungen anzubieten muss überall auf der Welt eine Lizenz bestehen – wenn nicht handelt es sich zumindest um einen illegalen Geschäftsbetrieb.

Krypto-Währungen sind für Ponzi-Scams mittlerweile gerade deshalb so beliebt, weil sie als unregulierter Bereich noch keine explizite Lizensierung erfordern. Auch hier wird sich aber ernste Unternehmen um eine Lizenz bemühen um seine Reputation zu steigern.

Viele Schneeballsysteme tun natürlich einfach so, ob sie eine Lizenz haben. Ob das wirklich stimmt, lässt sich in der Regel auf der Seite der Zentralbank des entsprechenden Firmenlandes herausfinden. Dort gibt es in der Regel eine Auflistung sämtlicher vergebener Bank- und Finanzdienstleistungs-Lizenzen.

Rein auf den Schriftzug “lizensiert by” zu vertrauen kann sich hingegen fatal erweisen. Selbst angebliche Bilder von Gründungs- und Lizenz-Dokumenten sind mit Vorsicht zu genießen, weil sie sehr leicht fälschbar sind. Ob eine Lizenz besteht lässt sich nur über offizielle Quellen herausfinden.

 

3. Adresse und Telefon

Handelsregister und Lizenz hin oder her – bereits ein einfaches “Googlen” der Adresse kann für Erstaunen sorgen. Oft handelt es sich nämlich nicht um das repräsentative Büro, sondern um einen reinen Briefkasten, der mit Dutzenden anderen Firmen geteilt wird. Selbst wenn dies auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, lohnt sich eine weitere Recherche, was sich hinter der Adresse verbirgt. Schließlich kann man sich für 100€ extra einen Briefkasten holen, dessen Adresse man nicht mit anderen Briefkastenfirmen teilen muss.

Hat man selbst nicht die Möglichkeit vor Ort vorbeizuschauen, so können bereits Dienste wie Google Street View helfen, ob tatsächlich ein Klingelschild bei der entsprechenden Adresse besteht.

 

Auch ein simpler Anruf bei der angegebenen Telefon-Nummer kann schon ausreichen, um Zweifel zu säen. Meistens kann man nämlich niemanden erreichen oder hört eine Standard-Nachricht auf Tonband.

 

In der heutigen Welt gibt es für viele Unternehmer keine Nötigkeit mehr ein Büro zu haben oder ständig telefonisch erreichbar zu sein. Ich verzichte mit Staatenlos bewusst darauf. Bei Unternehmen, die Dein Geld investieren, sollte man jedoch eine gewisse Repräsentanz mit tatsächlichem Büro und Kundensupport erwarten dürfen. Falls nicht: besser Finger davon lassen!

 

4. Identität der Eigentümer/Geschäftsführer

Um Vertrauen zu generien treten viele Schneeballsysteme mit einem öffentlichen Geschäftsführer auf. Dieser ist jedoch selten real, sondern oft eine Fake-Identität. Selbst wenn der Name so im Handelsregister steht, heißt es nicht, dass es kein Fake ist. Schließlich lassen sich britische Limiteds und einiges mehr eben auch immer noch unter falschen Namen gründen.

Eine ausführliche Google-Suche dieser Namen kann dann einiges zu Tage bringen. Sehr interessant ist es zum Beispiel, mit einem öffentlich auftretenden Geschäftsführer assoziierte Bilder durch die Google-Bildersuche laufen zu lassen. Oft stellt sich schnell heraus, dass einfach irgendein Porträt von einem Standard-Theme für solche Zwecke eingesetzt wird. Um den Geschäftsführer handelt es sich sicher nicht.

Tritt der Gründer/Geschäftsführer mit Klarnamen auf, so lassen sich irgendwo immer Verweise auf ein früheres Leben und Projekte finden, die oft in eine bedenkenswürdige Richtung gehen. Dass deshalb oft Tarn-Namen verwendet werden sollte klar sein. Selbst hier sind Betrüger aber oft wenig kreativ und man merkt recht schnell, was sich hinter einem gewissen Namen tatsächlich verbirgt.

 

5. Domains, Zeitlinie des Web-Auftrittes und Site Rank

Jede Webseite hat eine Domain und mit einer Who-Is-Abfrage lässt sich jeder herausfinden, der eine Domain registriert hat. Besteht ein WhoIs-Schutz, so wird das seine Hintergründe haben, die man evaluieren sollte.

Hoch interessant und bei jeder Plattform zu empfehlen ist die Chronik ihrer Web-Seite durchzugehen. Möglich ist das etwa über Web Archive.org, die von sämtlichen Webseiten regelmäßige Kopien machen. So lassen sich im Zeitverlauf Änderungen an der Webseite feststellen, die wichtige Hinweise geben können.

 

Werden etwa im Zeitverlauf wesentliche Infos und Bilder der Geschäftsführer ausgetauscht, am laufenden Band Impressen geändert oder weitere Dinge angepasst, so sollte man stark aufpassen.

 

Ebenfalls kritisch wird es, wenn eine große Besucher- oder Nutzerzahl vorgegaukelt wird, die so gar nicht existiert. Überprüfen lässt sich das etwa grob am Alexa Site Rank, der Webseiten global und nach Land nach Beliebtheit und Aufrufen rankt. Zudem lassen sich so Fremdverlinkungen und weitere Statistiken leicht feststellen.

 

6. Einzahlmöglichkeiten

Für eine wirkliche Überprüfung kommt man meist nicht herum, sich auf einer Plattform auch tatsächlich anzumelden. Hier kann man auf mehrere Dinge achten, vor allem relevant ist aber die Zahlungs-Abwicklung.

Hieran kann man bereits sehr gut erkennen, inwieweit eine Plattform legitim ist. Ist Zahlung nur in Bitcoin möglich, sollte man sich fragen, warum das wohl so ist. Je mehr reputable Zahlungsanbieter akzeptiert werden, so größer die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine legitime Plattform statt Betrug handelt. Schließlich ist sie schon durch die Due Dilligence der Zahlungsanbieter gekommen.

 

Sicher gehen kann man hier nie. Eine reine Einzahlung per Krypto-Währung oder gewisser e-Money-Wallets ist jedoch bedenklicher als die Möglichkeit von Bank-Überweisung und Zahlung gängiger Kreditkarten.

 

7. Fremdverweise

Letztlich hilft es natürlich auch einfach, sich im Netz über die entsprechende Plattform zu erkundigen. Hier sollte man aber auf gewisse Dynamiken achten.

Zum einen werden legitime Plattformen von von Kunden oder Konkurrenten oft als Betrug gebrandmarkt, obwohl sie es gar nicht sind. Wenn ein Zahlungsanbieter Kunden Geld einfriert, dann vermutlich wegen betrügerischen Geldflüssen des Kunden. Wenn man negative Kommentare liest, so steht vielleicht auch einfach ein Konkurrent dahinter.

Auf der anderen Seite sollte man sich nicht zu sicher sein, wenn man keine schlechte Meinung über eine Plattform findet. Das hat oft seine Hintergründe. Gerade wenn die Plattform bereits groß und bekannt ist, sollte es einen wundern. Aber viele Betrüger sind natürlich peinlichst drauf bedacht, nicht als solche gebrandmarkt zu werden. Sämtliche unliebsame Meinunen werden deshalb abgemahnt, mit DDos-Attacken bedacht oder anderweitig eingeschüchtert.

 

Bei mir kann man das natürlich gern erfolglos probieren, bei den meisten Opfern, die höchstens kleine Webseiten haben, führt dies jedoch oft zum Erfolg. Zumal sie bei Anmeldung oft einen Vertrag eingegangen sind nicht negativ über die Plattform berichten zu dürfen. Oder sich auch einfach schämen, anderen mitzuteilen, dass sie sehr viel Geld in den Sand gesetzt haben.

 

Man muss freilich das Rand nicht neu erfinden. Es gibt das ein oder andere Portal, das sich der Aufdeckung von Schneeballsystemen gewidmet hat. Sehr gut fündig wird man etwa bei behindmlm.com. Eine Lektüre dieses Portals ist sehr zu empfehlen um sich einen Überblick über die Standard-Geschäfsmodelle von Betrügern im Internet zu verschaffen.

Macht man das und beachtet die 7 Schritte, so wird man in Zukunft nicht mehr so einfach sein Geld im Internet verbraten. Stattdessen kann man es in echte Investments stecken, die zwar deutlich weniger bringen, aber nachhaltig Gewinne erwirtschaften. Vom Traum des Passiven Einkommens im Internet ohne etwas zu tun sollte man sich aber schnell verabschieden.

Ich kann all meinen Lesern nur dazu raten, sämliche dieser Investment-Portale mit hohen Rendinten, Revenue-Share-Seiten und ähnliches zu meiden. Aus ethischen Gründen berate ich zudem niemanden, der solche Portale betreibt oder sie im Netzwerk vertreibt.

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