Zwischen dem Entschluss auszuwandern und dem Tag, an dem Du Deutschland verlässt, liegt ein Zeitfenster. Bei einem Unternehmensverkauf entscheidet dieses Fenster schnell über sechsstellige Beträge. Genutzt wird es selten, weil kaum jemand den Verkauf und den Wegzug als zwei Vorhaben mit völlig unterschiedlicher Zeitlogik betrachtet.
In vielen Fällen wird erst ausgewandert, in Ruhe angekommen, und wenn irgendwann der richtige Käufer auftaucht, wird das eigene Unternehmen verkauft. Genau aus diesem Reflex entstehen die teuersten Fehler, denn der Wegzug verändert die steuerliche Ausgangslage deines Verkaufs grundlegend, und das an einem einzigen Stichtag.
Mit unserem Kooperationspartner begleiten wir Inhaber dabei, ihr Unternehmen strukturiert zu verkaufen und bereiten mit ihnen den Verkaufsprozess optimal vor. Dabei begegnet uns das eingangs beschriebene Muster immer wieder. Dieser Gastbeitrag zeigt Dir, wie ein professioneller Verkaufsprozess Schritt für Schritt abläuft, wie man den richtigen Käufer findet, wie man für eine hohe Bewertung sorgt und wie sich all das so timen lässt, dass dein Wegzug zum Hebel für einen besseren Exit wird.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Unternehmensverkauf ist ein strukturierter Prozess über mehrere Monate und reicht von der Vorbereitung über die Käuferansprache bis zum Closing.
- Vor dem Verkauf hebt eine strukturierte Vorbereitung den Wert deines Unternehmens gezielt an und macht es verkaufsreif.
- Den höchsten Preis zahlt der Käufer, für den dein Unternehmen strategisch am wertvollsten ist, und den findet man nur über einen breiten, parallel geführten Prozess.
- Wer vor dem Wegzug verkauft, vermeidet die trockene Wegzugssteuer.
- Der Verkauf sollte mit genügend Vorlauf bewusst um deinen Wegzug herum geplant werden.
So läuft ein professioneller Unternehmensverkauf ab
Der erste Denkfehler steckt in der Vorstellung, ein Unternehmensverkauf sei ein einzelner Moment, in dem man einen Käufer findet, unterschreibt und die Transaktion abgeschlossen ist. So mag es beim Verkauf eines Autos zugehen. Bei einem Unternehmen verhält es sich grundlegend anders, weil der eigentliche Wert erst in einem mehrstufigen Prozess sichtbar und verhandelbar wird. Ein sauber geführter Verkauf dauert in der Regel sechs bis neun Monate und läuft in klar getrennten Phasen ab.
Noch bevor der eigentliche Verkauf beginnt, durchläuft dein Unternehmen eine strukturierte Vorbereitungsphase, in der wir den Wert gezielt steigern. Wie das im Detail funktioniert, erklären wir weiter unten. Der Verkaufsprozess selbst startet dann mit der Marktvorbereitung. Wir erarbeiten eine belastbare Bewertung, schnüren die Unterlagen, mit denen später jeder Interessent arbeitet, und bauen eine gezielte Käuferliste auf. Zu den Unterlagen gehören ein anonymer Teaser, der dein Unternehmen auf einer Seite beschreibt, ein ausführliches Information Memorandum und ein sauber aufgesetzter Datenraum. Warum die Anonymität so zählt, zeigt ein Beispiel. Ein Teaser beschreibt ein Unternehmen als profitablen Anbieter von Abrechnungssoftware für Zahnarztpraxen im deutschsprachigen Raum mit 80% wiederkehrendem Umsatz, ohne den Namen zu nennen. So lässt sich der ganze Markt ansprechen, ohne dass Mitarbeiter, Kunden oder Wettbewerber von deinen Plänen erfahren.
Dann folgt die Käuferansprache. Wir sprechen mehrere passende Interessenten gleichzeitig an, jeder unter einer Vertraulichkeitsvereinbarung, bevor er den Namen deines Unternehmens erfährt. Genau diese Gleichzeitigkeit erzeugt den Wettbewerb, der deinen Preis nach oben treibt. Wenn zwei strategische Käufer dein Unternehmen unabhängig voneinander als Eintrittskarte in ein neues Marktsegment sehen, bewegt sich der Preis spürbar, weil keiner von beiden weiß, wie hoch der andere bietet.
Wichtiger als die höchste Zahl ist das beste Angebot
Aus den ersten Gesprächen entstehen indikative Angebote, also unverbindliche Preisspannen. Hier zählt weit mehr als die höchste Zahl auf dem Deckblatt. Ein Angebot über 5 Millionen Euro, das sofort und vollständig in bar fließt, ist am Ende oft mehr wert als eines über 6 Millionen, bei dem die Hälfte an einen dreijährigen Earn-out mit unsicheren Zielen gekoppelt ist. Wir vergleichen die Angebote entlang all dieser Dimensionen und verdichten das Feld auf die zwei oder drei Interessenten, die wirklich passen. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie wichtig es ist, sich hier nicht von Zahlen blenden zu lassen und ein tiefgreifendes Verständnis zu erlangen, was die jeweiligen Angebote am Ende für dich als Unternehmer bedeuten.
Diese Handvoll bekommt dann tiefen Zugang in der Due Diligence, in der Käufer und ihre Berater Finanzen, Recht, Steuern und das operative Geschäft prüfen. Weil wir die Schwachstellen bereits in der Vorbereitung aufgedeckt und behoben haben, hält deine Verkaufs-Story der Prüfung stand. Ein Käufer, der genau das vorfindet, was ihm versprochen wurde, drückt den Preis nicht in letzter Minute und springt nicht ab.
Am Ende stehen die Verhandlung des Kaufvertrags und das Closing. Verhandelt werden neben Preis und Zahlungsweise auch Garantien, Haftungsobergrenzen, ein möglicher Treuhandeinbehalt und die Frage, was passiert, wenn nach dem Verkauf ein wichtiger Kunde abspringt. Eine gut verhandelte Haftungsobergrenze kann Dir am Ende mehr sichern als der letzte Prozentpunkt beim Preis. Bis die Unterschrift steht, bleiben wir an deiner Seite.
Wie man den richtigen Käufer findet
Der Preis für dein Unternehmen ist keine feste Größe. Er hängt davon ab, wer kauft. Derselbe Betrieb ist für den einen Käufer ein solides Investment und für den anderen ein strategischer Volltreffer, und genau dieser Unterschied entscheidet über sechs- und siebenstellige Beträge.
Grob gibt es zwei Arten von Käufern. Der strategische Käufer ist ein Unternehmen aus deiner oder einer angrenzenden Branche, das durch den Kauf schneller wächst, als es aus eigener Kraft könnte. Das kann ein Wettbewerber sein, der Marktanteile und Kunden übernimmt, ein Anbieter aus einem benachbarten Feld, der sich eine Fähigkeit oder ein Produkt einkauft, oder ein ausländischer Konzern, der über dich zum Beispiel den Eintritt in den deutschsprachigen Markt sucht. Der Finanzkäufer dagegen, etwa eine Beteiligungsgesellschaft oder ein Family Office, kauft dein Unternehmen als Investment und bewertet es vor allem nach seiner eigenständigen Ertragskraft.
Für wen ist Dein Unternehmen am wertvollsten?
Der entscheidende Punkt ist, dass ein strategischer Käufer oft mehr zahlen kann als ein Finanzkäufer, weil dein Unternehmen in seinen Händen mehr wert ist. Ein Beispiel dafür ist ein Softwareanbieter mit 10.000 Bestandskunden, der ein kleineres Unternehmen kauft, dessen Produkt er seinen eigenen Kunden sofort zusätzlich verkaufen kann. Für ihn ist dein Umsatz nur der Anfang, der wahre Wert liegt im Zugang zu seiner Kundenbasis. Ein Finanzkäufer ohne diese Synergie wird dieselbe Firma niedriger bewerten. Wer nur mit dem erstbesten Interessenten spricht, erfährt nie, dass es diesen strategischen Käufer überhaupt gibt.
Daher beginnt eine seriöse Käufersuche mit einer einfachen Frage, nämlich für wen dieses Unternehmen am wertvollsten ist. Aus der Antwort entsteht ein Käuferuniversum, das weit über die zwei, drei offensichtlichen Namen hinausgeht, die dem Inhaber selbst einfallen. Wir kartieren diese Interessenten systematisch und über Ländergrenzen hinweg und setzen dabei gezielt Technologie ein, um auch Käufer zu identifizieren, die in einem rein netzwerkbasierten Prozess unter dem Radar bleiben. Am Ende steht dann eine sogenannte Longlist aus sorgfältig recherchierten potentiellen Käufern, die wir anschließend parallel ansprechen. So entsteht der Wettbewerb, der am Ende den Preis macht.
Die strukturierte Vorbereitung: der Teil, der uns von einem Makler unterscheidet
Ein guter Preis entsteht zu einem großen Teil schon in der Vorbereitung, lange vor der eigentlichen Verhandlung. Hier liegt der Kern dessen, was unseren Kooperationspartner von einem klassischen Makler oder Broker trennt. Ein Makler nimmt dein Unternehmen so, wie es ist, und trägt es auf den Markt. Wir gehen den umgekehrten Weg und heben den Wert in einer strukturierten Vorbereitung von rund drei Monaten zuerst gezielt an. Diese Vorbereitung läuft in drei aufeinander aufbauenden Phasen ab, jede mit einem konkreten Ergebnis.
Die erste Phase ist eine Due-Diligence-Simulation. Wir prüfen dein Unternehmen genau so, wie es ein Käufer und seine Berater später prüfen werden, und decken jede Schwachstelle auf, bevor ein Käufer sie findet. Das Ergebnis ist eine ehrliche Bestandsaufnahme deines heutigen Werts und eine priorisierte Liste der Punkte, die diesen Wert drücken, jeweils mit einer Einschätzung, wie viel ihre Behebung bringt. Machen etwa deine drei größten Kunden zusammen 80% des Umsatzes aus, ist das ein Klumpenrisiko, für das ein Käufer sonst einen deutlichen Abschlag ansetzt. Wir benennen es früh und zeigen, was es kostet und was es wert ist, es zu entschärfen.
Steigere den Wert deines Unternehmens
Die zweite Phase ist die eigentliche Wertsteigerung, in der wir diese Liste abarbeiten. Wir normalisieren das EBITDA, indem wir private Kosten und Sondereffekte herausrechnen und einen marktüblichen Unternehmerlohn ansetzen, sodass die echte Ertragskraft sichtbar wird. Wir bringen das Finanzreporting auf einen prüfbaren Stand, ordnen die Vertragslandschaft und formen aus Zahlen und Substanz eine überzeugende Equity Story. Parallel steuern wir die operativen Baustellen, die nur im Unternehmen selbst gelöst werden können, etwa den Aufbau einer zweiten Führungsebene, um deine Abhängigkeit als Inhaber zu senken. In dieser Rolle sind wir der Bauleiter, der plant und steuert, während die Umsetzung im Betrieb geschieht.
Die dritte Phase macht dein Unternehmen verkaufsreif. Es ist sauber dokumentiert, der Datenraum steht, Teaser und Information Memorandum sind vorbereitet, und es gibt eine aktualisierte Bewertung, die die erreichten Verbesserungen widerspiegelt. Erst jetzt gehst Du in den Markt, mit einem messbar höheren Wert und einer Geschichte, die der Prüfung standhält.
Wie viel diese Arbeit ausmacht, zeigt eine einfache Rechnung. Der Kaufpreis ergibt sich meist aus deinem bereinigten Gewinn (EBITDA) multipliziert mit einem Faktor, dem Multiple. Legt allein eine saubere Normalisierung 200.000 Euro echte Ertragskraft frei, sind das bei einem Multiple von fünf bereits eine Million Euro mehr Unternehmenswert. Rechnet man die geringere Inhaberabhängigkeit und ein besseres Reporting hinzu, die beide das Multiple selbst anheben, wird schnell klar, warum diese drei Monate über einen großen Teil deines Verkaufserlöses entscheiden.
Vor oder nach der Auswanderung verkaufen?
Ein Thema kannst Du bei alldem nicht ignorieren, und das ist der Zeitpunkt deines Wegzugs. Sobald deine unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland endet, greift die Wegzugsbesteuerung. Vereinfacht gesagt behandelt der Fiskus deinen Wegzug so, als hättest Du deine Anteile am selben Tag verkauft, und besteuert den Wertzuwachs, obwohl kein Käufer gezahlt hat.
Für den Verkauf hat das eine klare Konsequenz. Verkaufst Du, solange Du noch in Deutschland steuerpflichtig bist, realisierst Du einen echten Kaufpreis, aus dem sich eine anfallende Steuer auch begleichen lässt, und die trockene Wegzugssteuer läuft ins Leere. Verkaufst Du erst danach, drohst Du in eine Steuerlast ohne den dazugehörigen Kaufpreis zu laufen. Die Reihenfolge von Verkauf und Wegzug ist damit eine der wichtigsten Weichen überhaupt.
Die Wegzugsbesteuerung im Detail, mit ihren Schwellen, Fristen und Gestaltungsmöglichkeiten, ist ein Thema für sich und die Domäne von Auswanderungs- und Steuerexperten wie dem Team von Staatenlos. Unsere Aufgabe ist es, den Verkauf so zu timen und zu strukturieren, dass dieser steuerliche Hebel überhaupt sauber gezogen werden kann.
Asset Deal oder Share Deal: was die Auswanderung an der Struktur ändert
Sobald die Auswanderung im Raum steht, verändert sich auch die Frage, wie der Deal überhaupt strukturiert wird. Grundsätzlich gibt es zwei Wege, ein Unternehmen zu verkaufen.
Beim Share Deal überträgst Du die Anteile an der Gesellschaft. Der Rechtsträger bleibt bestehen, nur der Eigentümer wechselt. Alle Verträge, Lizenzen, Mitarbeiter und Bankverbindungen laufen automatisch weiter, weil die Gesellschaft als Vertragspartner dieselbe bleibt. Für dich als Verkäufer ist dieser Weg steuerlich oft attraktiver und mechanisch einfacher. Der Käufer übernimmt allerdings die gesamte Gesellschaft mit ihrer kompletten Historie, auch mit Risiken, die heute noch niemand kennt.
Beim Asset Deal überträgst Du einzelne Wirtschaftsgüter und Vertragsverhältnisse, also etwa Maschinen, Marken, Kundenbeziehungen und Verträge. Die Hülle der Gesellschaft bleibt bei Dir. Käufer mögen diesen Weg, weil sie den Kaufpreis steuerlich abschreiben können, weil sie sich von Altlasten abschirmen und weil sie gezielt auswählen, was sie übernehmen.
Welcher Weg der richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab, und die Auswanderungsabsicht ist einer der wichtigsten. Die steuerliche Behandlung deines Verkaufsgewinns, dein Wohnsitz zum Zeitpunkt der Transaktion und die Frage, was mit einer eventuell zurückbleibenden Gesellschaftshülle geschieht, hängen alle davon ab, ob, wann und wohin Du gehst. Genau deshalb gehört die Strukturentscheidung an den Anfang der Planung.
Den Unternehmensverkauf um den Wegzug herum planen
Wenn Du diese Zusammenhänge ernst nimmst, kehrt sich die übliche Denkrichtung um. Die meisten Unternehmer planen zuerst die Auswanderung und schieben den Verkauf hinterher. Klüger ist es, den Verkauf als das größere und langsamere Projekt zum Anker zu machen und den Wegzug darum herum zu timen.
Das bedeutet konkret, dass Du die Vorbereitung deines Verkaufs deutlich früher angehen solltest, als die meisten erwarten. Berücksichtigt man die rund dreimonatige strukturierte Vorbereitung und den anschließenden Verkaufsprozess von mehreren Monaten, ist ein Vorlauf von ein bis zwei Jahren vor dem geplanten Wegzug ein komfortabler Rahmen. Wer diese Reihenfolge respektiert, verkauft zu einem besseren Preis und wandert anschließend mit Liquidität und Klarheit aus, während ein unbedachtes Vorgehen genau diese Vorteile leichtfertig aufs Spiel setzt.
Auswanderung und Unternehmensverkauf: zwei Disziplinen, ein Plan
An dieser Stelle wird deutlich, warum dieses Thema zwei unterschiedliche Arten von Expertise verlangt. Die Frage, wie Du steuerlich optimal auswanderst, wo dein neuer Wohnsitz liegt und wie deine Zielstruktur im Ausland aussieht, gehört in die Hände von Spezialisten für Auswanderung und internationale Steuergestaltung.
Die Frage, wie Du dein Unternehmen zum bestmöglichen Preis und in der richtigen Struktur verkaufst, gehört auf die Seite eines erfahrenen Beraters. Wir führen diesen Verkaufsprozess über unseren Kooperationspartner von der Vorbereitung über die Käuferansprache bis zum Abschluss. Mit seinem Hauptsitz in Fort Lauderdale in den USA und einem internationalen Netzwerk von mehr als 150 aktiven Käufern bringen wir Deinen Verkauf gezielt vor Interessenten innerhalb und außerhalb des deutschsprachigen Raums und erhöhen so den Bieterwettbewerb, der am Ende deinen Preis bestimmt. Aus diesen beiden Welten entsteht ein durchgängiger Weg, der beim Aufbau deiner neuen steuerlichen Heimat beginnt und beim erfolgreichen Verkauf deines Lebenswerks endet, ohne dass an der Schnittstelle Wert verloren geht.
An dieser Schnittstelle straucheln die meisten ohne professionelle Begleitung. Wer sie sauber managt, holt aus seinem Exit und seinem Wegzug das Maximum heraus.
Dein nächster Schritt
Wenn Du in den kommenden ein bis drei Jahren auswandern willst und ein Unternehmen besitzt, das Du irgendwann verkaufen möchtest, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, über das Timing nachzudenken. Je früher Verkauf und Wegzug aufeinander abgestimmt werden, desto größer ist dein Spielraum.
Unser Kooperationspartner nimmt sich die Zeit, deine Situation in einem vertraulichen Erstgespräch einzuordnen. Du gehst mit einer klaren Einschätzung heraus, was dein Unternehmen wert ist, welche Käufer dafür infrage kommen und wie ein realistischer Fahrplan bis zu deinem Wegzug aussieht.
Häufige Fragen
Wie läuft ein Unternehmensverkauf ab?
Ein strukturierter Verkauf läuft in mehreren Phasen ab, von der Vorbereitung über die Erstellung der Unterlagen und die vertrauliche Käuferansprache bis zu indikativen Angeboten, Due Diligence, Vertragsverhandlung und Closing. Für einen gut vorbereiteten Fall dauert das in der Regel sechs bis neun Monate, davor liegt eine strukturierte Vorbereitung von rund drei Monaten.
Wie findet man den richtigen Käufer für sein Unternehmen?
Der beste Preis kommt selten vom erstbesten Interessenten. Zuerst wird bestimmt, für welche Käufer dein Unternehmen strategisch am wertvollsten ist, dann wird dieses Käuferuniversum systematisch und international aufgebaut und mehrere Parteien werden parallel und vertraulich angesprochen. Dieser Wettbewerb hebt den Preis, weil ein strategischer Käufer mit passenden Synergien mehr zahlt als ein reiner Finanzinvestor.
Wie wird der Verkaufspreis eines Unternehmens bestimmt?
In der Regel über ein Vielfaches der bereinigten Ertragskraft, also des um Sondereffekte und einen marktüblichen Unternehmerlohn korrigierten Gewinns oder EBITDA. Die Höhe dieses Multiples steigt mit der Qualität des Geschäfts, etwa mit wiederkehrenden Umsätzen und geringer Abhängigkeit vom Inhaber. Am Ende zahlt der richtige Käufer im Wettbewerb den Preis, der über der reinen Rechnung liegt.
Wie sorgt man für eine hohe Bewertung?
Indem man den Wert vor dem Verkauf gezielt aufbaut. In einer strukturierten Vorbereitung werden die Zahlen normalisiert, Verträge und Reporting geschärft, die Abhängigkeit vom Inhaber reduziert und eine überzeugende Equity Story geformt. Ein sauber aufbereitetes Unternehmen erzielt ein höheres Multiple und übersteht die Due Diligence ohne wertmindernde Überraschungen.
Warum sollte ich für den Unternehmensverkauf einen M&A-Berater engagieren?
Ein M&A-Berater bereitet dein Unternehmen verkaufsfähig auf, spricht mehrere passende Käufer parallel und vertraulich an und führt den gesamten Prozess bis zum Closing. Dieser strukturierte Wettbewerb hebt den Preis und sichert die Konditionen, während Du dich weiter um das laufende Geschäft kümmern kannst. Gerade wenn ein Wegzug terminlich ansteht, sorgt diese Steuerung dafür, dass Verkauf und Auswanderung sauber zusammenpassen.
Sollte ich mein Unternehmen vor oder nach der Auswanderung verkaufen?
In den meisten Fällen ist der Verkauf vor dem Wegzug die sicherere Wahl. Solange Du in Deutschland steuerpflichtig bist, realisierst Du einen echten Kaufpreis und vermeidest die trockene Wegzugssteuer, die ohne Liquidität anfällt. Die steuerlichen Details hängen vom Einzelfall und vom Zielland ab. Falls Du noch keine konkrete Idee von Deinem neuen Zielland hast oder Inspiration brauchst, wirf doch dazu auch einmal einen Blick auf unser Freiheits-Ranking.
Was ist der Unterschied zwischen Asset Deal und Share Deal?
Beim Share Deal verkaufst Du die Anteile an deiner Gesellschaft, die als Rechtsträger bestehen bleibt. Beim Asset Deal verkaufst Du einzelne Wirtschaftsgüter und Verträge, während die Gesellschaft bei Dir verbleibt. Welcher Weg günstiger ist, hängt von Steuern, Haftung und deiner Auswanderungssituation ab. Wir beraten Dich hier natürlich gerne.
Wann sollte ich mit der Verkaufsvorbereitung beginnen?
So früh wie möglich, deutlich früher, als die meisten erwarten. Je eher die strukturierte Vorbereitung startet, desto mehr Wert lässt sich vor dem Verkauf heben und desto besser fügt sich der gesamte Ablauf in dein Wegzugs-Timing ein.
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