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Im letzten Artikel habe ich Strategien vorgestellt, wie man in der schwierigen gegenwärtigen Zeit sein Business erfolgreich führen und dabei seine Meinung kund tun kann ohne Existenzängste durch geschlossene Bank-Konten, abgeschaltete Webseiten und gierige Abmahn-Anwälte haben muss. Heute widmen wir uns einem für wirklich jeden Bürger relevanten Thema: was passiert im Zuge der Corona-Maßnahmen mit Deinem Geld?

Denn es lässt sich nicht leugnen: all das, worüber auf Staatenlos.ch schon seit Jahren gewarnt wurde, ist kurz davor einzutreten. Angeblich durch Covid verseuchte Geldscheine beschleunigen ein Bargeldverbot, der kürzliche Ölpreisschock gekoppelt mit der noch massiveren Geldausweitung macht eine Hyperinflation nicht unwahrscheinlich. Und wenn innerhalb von Tagen die wesentlichen Grundfreiheiten der Bürger widerstandslos fallen sind Kapitalverkehrskontrollen und mögliche Enteignungen wirklich keine reinen unrealistischen Gedankenspiele mehr

Für die Regierenden aller Herren Länder kommt der Coronavirus indes praktisch. Ohne in Verschwörungstheorien abdriften zu wollen über das Wie haben opportune Politiker und ihre Lobbyisten nun den perfekten Vorwand um das unheilbar gescheiterte System krachen zu lassen, sich selbst aber aus jeglicher Verantwortung zu ziehen.

 

Ja sogar mit absurd anmutenden steigenden Zustimmungswerten noch davon zu profitieren. Ein unsichtbarer Virus, der das tägliche Leben jedes Einzelnen auf den Kopf stellt, ist der perfekte Schuldige. Und der typische deutsche (oder österreichische und Schweizer) Bürger das perfekte Opfer.

 

Aber man muss nicht zwingend zum Opfer werden. Weiterhin gibt es Möglichkeiten sich auf die wahrscheinlichen Szenarien der nächsten Monate angemessen vorzubereiten. Weniger, als wenn man in den 5 Jahren seit Bestehen von Staatenlos.ch die hier kostenlos erklärten Strategien bereits angewendet hat – und optimal schon einen Plan B mit Permanent Residence im Ausland hat. Aber immer noch genug um deutlich besser aus der Sache herauszukommen als die eigenen Nachbarn – und eventuell gar monetär zu profitieren.

Entsprechend richten sich die Ausführungen hier vor allem an Dich, wenn du noch einen DACH-Wohnsitz hast. Auch wenn hier beschriebene Maßnahmen in der Schweiz sicherlich sehr viel unwahrscheinlicher als in Deutschland sind.

Natürlich ist die Covid-Krise aber global – und viele weitere Staaten werden sich zu ähnlichen hier diskutieren Maßnahmen entschließen. Welches Land deshalb in Zukunft noch attraktiv ist muss man aktuell abwarten. Eine informierte Einschätzung zu lebenswerten Auswanderungszielen nach Corona wird aber den nächsten Artikel von mir bilden.

 

Aktuell kann ich Dich nur beglückwünschen, wenn Du dich bereits aus den totalitären Systemen der westlichen Hochsteuerstaaten verabschiedet hast!

 

Video zur aktuellen Situation und unser Kurs um Wirtschaft wirklich zu verstehen

Wenige Wochen vor der Verschärfung der Covid-Situation in Europa veröffentlichten wir noch unseren Videokurs zur Österreichischen Schule der Nationalökonomie, der detailliert auf verschiedene Crash-Szenarien einging. Nach unseren Empfehlungen schichteten einige der Käufer bis Mitte März noch passend ihr Portfolio um und ersparten sich riesige Verluste im ersten kleinen Börsencrash.

 

Ja, genau – der erste kleine Börsencrash. Nicht der letzte und nicht der größte. Innerhalb des nächsten Jahres, zeitverzögert um einige Monate nach den desaströsen Lockdowns, wird es erst so richtig los gehen. Und dann sind auch andere Unternehmen als Fluglinien, Reisebüros und Gaststätten akut von der Pleite bedroht – ganz zu schweigen von unseren Banken, über die noch die Gefahr einer Kettenreaktion in Südeuropa schwebt.

 

Um das zu verstehen muss man keine Volkswirtschaftslehre studiert haben. Mit dem mathematischen Quatsch, den man dort lernt, nimmt das Verständnis von Wirtschaft auch eher ab. Genau deshalb haben wir einen für jeden Laien verständlichen Einstieg in die Geld- und Wirtschaftsordnung mit unserem Videokurs zur Österreichischen Schule geschaffen – einen alternativen Erklärungsansatz um Wirtschaft wirklich zu verstehen, führend in der Wissenschaft bis zum Ersten Weltkrieg. Schon lange vor Gründung von Staatenlos.ch studierte ich diese bei den führenden Denkern weltweit und nutzte ihre Erkenntnisse um mein Leben, Unternehmen und Investments erfolgreicher zu strukturieren.

In knapp 10 Stunden Video-Material werden dir grundlegende Zusammenhänge von Wirtschaftsordnung, Geldsystem, Geopolitik und vielen weiteren Sachverhalten erklärt. Damit wird dich viel weniger wundern, was aktuell in der wirklich Welt abgeht. Eine Zudammenfassung der wesentlichen Inhalte gibt es in diesem Webinar.

Anfang April haben wir dann rein für unsere Käufer ein Webinar exklusiv zur Corona-Krise und den möglichen politischen und wirtschaftlichen Folgen abgehalten. Ich habe mich entschieden dieses Webinar als Teaser für den Kurs jetzt komplett öffentlich zu machen. Falls Du lieber zuhörst als liest, bietet dir dieses Webinar bereits sehr viel Mehrwert für das, was Du in den nächsten Monaten tun kannst. Um die Lage wirklich zu durchschauen sollte man aber natürlich die weiteren 10 Stunden Videomaterial unseres Kurses durcharbeiten. Und mein Text unten geht noch um einiges über die Inhalte dieses Webinars hinaus!

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Bestandsaufnahme: die typischen Klumpenrisiken

Fangen wir diesen Artikel mit einem Beispiel über den typischen Deutschen an, freilich etwas überspitzt, aber doch so sicherlich zu Tausenden aktuell in der BRD vertreten.

 

Der typische Deutsche hat eine angenehme Anstellung bei der Deutschen Bank. Er hat seine Ersparnisse auf einem Konto bei der Deutschen Bank und zahlt die Raten für seine Eigentumswohnung über einen entsprechenden Kredit ab. Einen Teil seiner Ersparnisse hat er in Aktien der Deutschen Bank investiert. Seine Frau hat er dort kennengelernt – seine Kinder haben dort ein Sparbuch.

 

In guten Zeiten mag das alles glatt gehen. Das Gehalt kommt regelmäßig, das Konto ist so sicher wie die Rente und die Aktie steigen so stark, dass man einmal extra im Jahr nach Mallorca fliegen kann. Aber aus guten Zeiten können auch schnell schlechte werden wie man aktuell sehen kann. Und gerade die Deutsche Bank hat riesige Probleme, von denen ihre Konteninhaber aber oft wenig wissen. Vielleicht verlässt man sich auch einfach nur auf die Systemrelevanz der Bank – oder die deutsche Einlagensicherung.

In einer tiefen wirtschaftlichen Krise – aktuell sind wir wie gesagt noch gar nicht so weit – passiert dann alles auf einmal: man verliert seinen Job und findet sicher auch kaum einen neuen bei einer anderen Bank, da die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Die Aktienkurse rauschen in den Keller und verschärfen die eigenen Liquiditätsprobleme. Fällige Kredite können nicht mehr bezahlt werden – das Haus ist weg, vielleicht auch die Frau mit Kind. Im schlimmsten Fall droht eine Bankenpleite mit entsprechendem Vermögensverlust – oder eine staatliche Zwangsabgabe um genau dies zu verhindern. Bleibt nur zu hoffen dass das Vermögen nicht allzu hoch war – in Zeiten von 50% Gesamtabgaben für typische Angestellte zum Glück (oder eher leider) der Regelfall in Deutschland. Deshalb müssen sich viele Leser auch nicht unbedingt Sorgen machen, solange sie nicht annähernd Millionäre sind. Aber darauf kommen wir noch zu sprechen.

 

Die Deutsche Bank soll hier im Übrigen nicht weiter diskutiert werden. Ein bisschen Finanzbildung und eigene Nachforschungen lassen aber schnell erkennen, welches Damoklesschwert über der Bank schwebt, wenn die Party in Südeuropa erst so richtig los geht.

 

Wahrscheinliche Maßnahmen der Regierungen zur Sanierung der Staatshaushalte

Lange wurden die Panikmacher vor einem Wirtschaftscrash belächelt. Enteignungen in Deutschland? Unvorstellbar. Obwohl es in den letzten 100 Jahren nicht nur einmal geschehen ist.

Das hat sich nun innerhalb weniger Wochen geändert. Der Deutsche Bundestag bereitet bereits eine Vermögensabgabe vor, wenn sie verfassungskonform ausgestaltbar ist. Das entsprechende Dokument mit interessanten Hintergrundinfos kann man sich hier ansehen. Eine Vermögensabgabe kann dabei aber verschiedenst aussehen. Hier wollen wir die wahrscheinlichsten Szenarien kurz ansprechen, wie der Bürger durch Covid geschröpft werden kann.

 

Die Vermögensabgabe:

Die Vermögensabgabe scheint attraktiv, bringt aber einige Probleme mit sich. Schließlich ist der Überwachungsstaat längst noch nicht so weit vorangeschritten, dass er das Vermögen jedes Deutschen lückenlos bewerten oder gar identifizieren kann. Fraglich mag sogar sein, was überhaupt als Vermögen zählt.

 

Wie werden Kredite bewertet? Wie die Eigentumswohnung? Werden Autos, Fernseher und Kinderspielzeug mit einbezogen? Geht es nur um Konten in Deutschland? Oder auch im Ausland? Wie lässt sich deren Pfändung durchsetzen? Was ist mit Stiftungen, Genossenschaften und anderen Rechtsformen?

 

Ich halte eine gewisse Enteignung für wahrscheinlich, eine Vermögensabgabe im Sinne eines prozentualen Anteils am Vermögen aber für unrealistisch. Dafür gibt es effektivere Mittel mit deutlich geringeren Risiko von Protesten. Freilich würde eine solche Vermögensabgabe eh nicht jeden treffen. Bei den meisten Bürgern gibt es ja dank über 70% Steuern- und Sozialabgaben bereits nichts mehr zu holen.

Akut gefährdet sind deshalb allenfalls Millionäre. Millionäre gibt es aber gar nicht mal so wenige in Deutschland – 2019 waren es über 1,365.000 – viele davon sich wahrscheinlich drüber gar nicht im Klaren. Aber ein größeres Grundstück oder Eigenheim in München oder anderen teuren Lagen der Bundesrepublik kann bereits dafür sorgen.

Es bleibt abzuwarten ob Eigenheime in die Vermögensdefinition einbezogen werden. Die Liquidität, selbst eine kleine Vermögensabgabe um die 5-10% zu stemmen, besteht bei vielen solcher Allerwelts-Millionären eher nicht. Genau das gleiche gilt für die gesamte mittelständische Wirtschaft in Deutschland. Der Reichtum von Familienunternehmern ist in der Firma gebunden – eine Vermögensabgabe ohne Ausschluss von betriebsgebundenen Vermögen wird die Arbeitsmarktsituation nur noch drastischer verschärfen. Und wenn es die ersten Ausnahmen gibt, werden Lobbyisten die nächsten fordern. Und die sitzen in der Regel dort wo das große Geld zu holen wäre.

 

Wenn es zu einer Vermögensabgabe kommt, schätze ich eine Freigrenze von mindestens 200.000€ mit Ausschluss von Eigenheim und gebundenen Betriebsvermögen. Wer mit seinen Ersparnissen darunter ist, muss sich wenig Sorgen um eine Enteignung machen – hat durchaus aber noch Bankpleiten, Hyperinflation und Co. zu fürchten. Mehr als 10% werden politisch schwer durchsetzbar sein.

 

Die Zwangshypothek:

Realistischer als eine Vermögensabgabe sind hingegen sogenannte Zwangshypotheken, weil dafür mit dem Lastenausgleichsgesetz nach dem Zweiten Weltkrieg bereits die gesetzliche Grundlage für besteht. Und im Gegensatz zum allgemeinen Vermögen die Bewertung von Immobilien wesentlich einfacher ist. Aufmerksamen Beobachtern ist sicher nicht die Vorbereitung der Grundsteuerreform in den letzten Jahren entgangen. Die Bewertungen fast aller Liegenschaften dienen dabei längst nicht nur der Grundsteuer, diese ist bloß der perfekte Vorwand für die Auflage einer Zwangshypothek.

Eine Zwangshypothek ist praktisch eine Belastung einer Immobilie mit einer Hypothek – nur dass das Geld an den Staat statt an die Bank geht. Sie ist an eine Immobilie gekoppelt – mit dem Nachteil für Dich bzw. Dem Vorteil für den Staat, dass sie eben immobil ist. Sie kann nicht einfach so in einem Briefkasten im Ausland verschwinden. Deshalb ist sie das perfekte Besteuerungssubjekt.

Auch wird man damit von allen Maßnahmen die größte gesellschaftliche Akzeptanz erhalten, weil es die “Richtigen” trifft. Windige Immobilienhaie, die die Mietpreise nach oben treiben und ganze Städte durch Gentrifizierung zerstören. Schon die Diskussion über Mietpreisbremsen zeigte wie wenig Wertschätzung Wohnungsanbietern noch entgegengebracht wird. Wenn zum Beispiel Eigenheime ausgeklammert werden, bietet eine solche Zwangshypothek keine Liquditätsprobleme. Sie kann gestreckt über mehrere Jahre abbezahlt werden – einen Großteil der Mieteinkünfte bekommt dann eben der Staat – teils durch Steuer, teils durch die Zwangshypothek.

 

Deshalb halte ich eine Wiedereinführung für sehr wahrscheinlich. Die Belastung wird bei 20-30% der Bewertung liegen. Und die Bevölkerungsmehrheit wird laut klatschen statt auf die Straße zu gehen.

 

Besteuerung nach Staatsbürgerschaft:

Eine andere Möglichkeit für den Staat ist die Besteuerungsbasis auszuweiten. Bei immer mehr Deutschen, die auch mit Staatenlos.Ch Hilfe auswandern, ist das irgendwann kein Hirngespinst mehr. Kanada überlegt bereits gerade seine Expats über eine Besteuerung der Staatsbürgerschaft nach US-Vorbild die Corona-Folgen zu finanzieren.

Auch in Deutschland ist diese weltweite Besteuerung nach Staatsbürgerschaft von linken und grünen Parteien seit Jahren in der Diskussion – Corona könnte nun den willkommenen Vorwand bieten. Schließlich kann man durchaus zu Recht argumentieren, dass zehntausende Auswanderer in Deutschland für den Zeitraum der Corona-Krise Schutz gesucht haben, weil die “großartige Regierung und das beste Gesundheitssystem der Welt” in der Krise unbestreitbare Vorteile böten.

Aktuell scheitert eine Besteuerung nach Staatsbürgerschaft aber am EU-Recht und in Finanzfragen herrscht hier weiterhin das Einstimmigkeitsprinzip. Gerade die EU-Steueroasen wie Zypern und Malta werden sich gegen solche Maßnahmen aussprechen, weil sie relativ wenig davon profitieren (zu wenige Expats außerhalb) und starke Verluste in ihrer eigenen Steuerbasis erleiden werden. Deshalb halte ich eine Einführung kurzfristig für unrealistisch.

Nicht unwahrscheinlich ist aber eine Einführung auf EU-Ebene, auch als eigene EU-Steuer, bei weiter vorangetriebener Harmonisierung. Schließlich profitiert man von EU-Vorteilen wie Reise- und Niederlassungsfreiheit auch als ausgewanderter Staatsbürger – einige Prozent wird man dann sicher an den europäischen Superstaat abdrücken können. Bis es soweit ist werden aber sicher noch einige Jahre vergehen.

Aktuell besteuern nur USA und Eritrea nach Staatsbürgerschaft. Um die zahlreichen Konflikte mit Doppelbesteuerung zu vermeiden besteht für US-Bürger eine Freigrenze von aktuell 138.000$ (jährlich angepasst), die nicht in den USA besteuert werden müssen. Auf US-Quelleneinkommen besteht laut vielen ausgehandelten DBAs alleiniger US-Zugriff, was auch Deutsche für sich ausnutzen können (siehe Nutzung amerikanischer LPs). Damit hat der Großteil der ausgewanderten Amis keine großen Nachteile.

Eritrea wiederum, das Nordkorea Afrikas, deren Bewohner gerne nach Schweiz oder Schweden flüchten, hat ein für dieses kleine Land effizientes System aufgebaut, bei denen die Botschaften im Ausland eine große Rolle spielen. Die Steuer von 2% ist niedrig genug um freiwillig gezahlt zu werden. Wenn nicht werden aber auch gern mal Verwandte in Eritrea gefoltert. Und eine Ausbürgerung als Eritreaner ist offiziell nicht möglich. Die Staatsbürgerschaft erlischt nie.

Ein demokratischer Staat wie die Vereinigten Staaten wiederum bietet die Möglichkeit seine Staatsbürgerschaft abzugeben – nach einer Welle von Ausbürgerungen in Zusammenhang mit Economic Citizenship in der Karibik wurden aber drastisch verschärfte Maßnahmen eingeführt. Mittlerweile kostet die Ausbürgerung 3000$ und beinhaltet ein Kreuzverhör mit US-Beamten, die einen von dieser Entscheidung abbringen können.

 

Wesentlich schwerwiegender ist aber die Exit Tax. Bei Aufgabe der Staatsbürgerschaft müssen grundsätzlich die Steuererklärungen der letzten 5 Jahre erneut gezahlt werden. Realistisch ist das also allenfalls bevor man anfängt unternehmerisch erfolgreich zu sein – und kann sich damit eine neue Staatsbürgerschaft kaum leisten.

 

Würde ich meine deutsche Staatsbürgerschaft abgeben? Wenn es hart auf hart kommt wahrscheinlich schon. Die Reisefreiheit des deutschen Passes ist spitze, aber viele der zusätzlichen visa-freien Länder im Vergleich mit anderen Staaten möchte man eh nie besuchen wenn man einmal schon da war. Auch die meisten legal erwerbbaren Karibik-Pässe bieten eine Reisefreiheit von 130-150 visa-freien Ländern inklusive EU, was völlig ausreicht. Für USA, Kanada, Australien und Neuseeland kann man sich 10-jährige Multiple-Entry Visa holen.

Möchte man Niederlassungsfreiheit in der EU braucht man nicht EU-Staatsbürger zu sein. Eine Permanent Residence über Immobilienerwerb in diversen EU-Ländern (Golden Visa) reicht auch aus. Das geht in Griechenland bereits ab 250.000€ und ist auch in Portugal und Spanien mit bis zu 500.000€ sehr beliebt. Und der Weg mit ein paar Jahren Wartezeit bei Bedarf doch wieder einen Spitzenpass zu bekommen – ganz ohne vor Ort zwingend steuerpflichtig zu werden.

Freilich spielen bei einer solchen Entscheidung längst nicht nur steuerliche Gesichtspunkte eine Rolle. Manch einer möchte vielleicht ja noch Bundeskanzler werden und Deutschland zur Freiheitsoase umgestalten. Spätestens wenn man aus Vermögen und Investments leben kann, kann man sich auch mit deutscher Besteuerung arrangieren. Familienstiftungen wie in Liechtenstein, Genossenschaften vor Ort oder Substanzgründung im Ausland lässt auch mit deuschen Wohnsitz noch legal die Steuern stark optimieren.

Bei der legalen Erlangung einer Zweiten Staatsbürgerschaft kann Staatenlos.ch natürlich helfen. Ausreichend attraktive Pässe gehen bereits ab ca 120.000€ Schenkung los (inklusive aller Gebühren), sein Geld mit kleinem Profit wieder kriegt man mit einem Investment nach einigen Jahren ab Summen von etwa 200.000€. Es lohnt sich dabei genauer hinzuschauen – es gibt schon wesentliche Unterschiede zwischen St Kitts (höchste Reisefreiheit), Grenada (China visafrei), Dominica, Antigua, Vanuatu, Moldawien, Türkei und so weiter.

 

Meine Empfehlung sind ganz klar Kleinstaaten wie die Inselnationen in der Karibik oder Pazifik – diese werden sich niemals um die paar Expats, die sie haben, steuerlich kümmern. Die fehlende konsularische Betreuung mag für manche Dinge ein Nachteil sein, ist für die eigene Freiheit aber sicherlich ein Vorteil.

 

Auch jetzt in Covid-Zeiten sind diese Inselstaaten ein attraktiver Platz zum Leben, da in vielen Fällen von der Krankheit komplett verschont. Rein kommt man aber natürlich nur als Staatsbürger. Welche Plätze auf dem Planeten sonst noch attraktiv sind besprechen wir übrigens im nächsten Artikel.

 

Steuererhöhungen:

Selbstverständlich kann man auch einfach die Steuersätze erhöhen oder neue Steuer erfinden. Das wird auch sicherlich der Fall sein, muss aber behutsam erfolgen um die ohnehin leidende Wirtschaft nicht noch stärker zu belasten. Bei den Körperschafts- und Gewerbesteuern werden in meinen Augen deshalb keine Steigerungen – eher sogar Senkungen – zu erwarten sein. Die Besteuerung wird erst beim Ausschüttungszeitpunkt erhöht.

Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass dieses Jahr noch die Abgeltungssteuer fällt und Dividenden und Kursgewinne damit wieder unter die Einkommenssteuer fallen. Das ist eine gewisse Entlastung für Kleininvestoren, aber eine hohe Mehrbelastung für Unternehmer und Vermögende. Von bisher knapp 26,3% steigt sie auf bis zu 42% plus 3% Reichensteuer.

Dass diese Steuerprogression an der Spitze erhöht wird ist ebenfalls nicht ganz unwahrscheinlich. Eine Steuerprogression bis 50% liegt absolut im Rahmen des Möglichen. Nachdem die Verlustverrechnung von Trading begrenzt wurde werden auch Finanztransaktionssteuern das Leben für Anleger deutlich unbequemer machen.

Heimlich, still und leise wurde zudem die Reform der Wegzugsbesteuerung vorbereitet. Diese wird wie es aussieht aber nicht rückwirkend ab Januar 2020, sondern nun doch erst 2021 greifen. Das ist wesentlich, weil diese Reform das Auswandern für erfolgreiche Unternehmer nochmals wesentlich schwieriger gemacht, da unter anderem die Stundung bei Wegzug ins EU-Ausland aufgehoben wird. Ferner ist angedacht auch Aktienportfolios, also Firmenanteile unter 1%, unter die Wegzugsbesteuerung fallen zu lassen. Nicht realisierte Kursgewinne müssten dann ebenso versteuert werden bei Wegzug.

 

Alles in allem keine rosigen Aussichten für Anleger und Investoren in Deutschland. Bleibt nur zu hoffen, dass man in 2020 noch den Schritt ins Ausland machen darf!

 

Weiter Geld drucken:

Die Druckerpressen laufen auf Hochtouren und werden es auch weiterhin tun. Dabei wurden bereits etliche zentralbankpolitische Tabus gebrochen. Die Unabhängigkeit vieler Zentralbanken besteht allenfalls noch auf dem Papier. Nicht mehr nur Staatsschulden, sondern selbst Unternehmen werden mittlerweile durch direkte Anleihenkäufe unterstützt. In den Vereinigten Staaten wird Helikoptergeld verteilt. Gekoppelt mit dem jüngsten Ölpreisverfall bahnt sich in den nächsten Monate eine Katastrophe an, da das Vertrauen in die Märkte und seine Institutionen immer weiter schwindet.

 

Gewiss wird es hier noch stärker weitergehen wie bisher. Schließlich merkt man Enteignung durch Inflation erst wenn es so spät ist und man seine Ersparnisse als Klopapier verwenden muss.

 

Vermögenssicherung im Crash: die 2 wichtigsten Mantras

Was können wir bei all diesen pessimistischen Szenarien nun tun um unser Vermögen zu schützen? Die Antwort geben die zwei wichtigsten Mantras der Flaggentheorie und des Vermögensschutzes. Je mehr man sich an beide hält, desto eher wird man schadlos durch die nächsten Jahre kommen

Das Mantra der Flaggentheorie ist “Geh dorthin, wo Du am besten behandelt wirst”. Das heißt, dass dein Vermögen in Deutschland nicht mehr am besten aufgehoben ist wenn Enteigungsgefahr besteht. Deutschland mag zwar sicher noch ein besserer Ort als viele andere Länder der Welt dafür sein, ist aber bei weitem nicht optimal. Je nach Flagge gibt es dabei verschiedenste Alternativen in verschiedenen Staaten. Dabei kann es durchaus sein, dass ein Staat in einem Bereich versagt und in anderen glänzt. Ein Beispiel ist etwa das für Wohnsitz und Firmengründung wirklich attraktive Zypern, das jedoch ein grauenhaftes Bankensystem aufweist.

Kern der Flaggentheorie ist die globale Diversifikation. Klumpenrisiken, wie sie eingangs erklärt wurden, sind unbedingt zu vermeiden. Man muss es nicht übertreiben, sollte je Anlageklasse aber 3-5 Alternativen in verschiedenen Ländern besitzen – egal ob das Konten, Brokerdepots, Edelmetall-Lager oder Eigentum sind. Dabei sollten aber nicht alle Ersparnisse aus dem Heimatland abgezogen werden. Ein Notgroschen in Bargeld oder Gold um eine eventuelle Flucht zu finanzieren sollte jederzeit verfügbar sein.

Um ihren Nutzen zu steigern sollte die Flaggentheorie mit Elementen der Asset Protection kombiniert werden. Das zweite wichtige Mantra heißt hier “Kontrollie alles, besitze nichts”. Denn wer arm ist, dem kann nichts genommen werden. Und es gibt gute Möglichkeiten sich arm zu machen, aber reich zu leben. Auch wenn dies von vielen Menschen deutlich schwieriger zu fassen ist als eine internationale Diversifizierung.

Vermögensschutz liegt also in der Strukturierung von Rechtsformen mithilfe der Flaggentheorie, die dein Vermögen von deiner eigenen Person abtrennen. Das Vermögen gehört einer Struktur, die sich selbst gehört, über die du jedoch noch eine gewisse Kontrolle haben kannst. Dies gelingt über die eine ordentlich ausgestaltete Satzung/Operating Agreement, das von Vertrauenspersonen wie einem Stiftungs-Rat interpretiert wird.

 

Oft kann man über eigene Unternehmen als Mitglied des Stiftungs-Rates aber noch die Richtung vorgeben oder als sogenannter Protector/Guardian Veto gegen Bestimmungen des Rates einlegen. Wesentlich ist nur, dass die Anerkennung solcher Strukturen sowohl für steuerliche als auch Zwecke des Vermögensschutzes an der tatsächlichen Abgabe gewisser Kontrolle hängt.

 

Ein Beispiel ist etwa eine deutsche Kleinstgenossenschaft, die lediglich 3 Mitglieder braucht. Das kannst Du mit Ehefrau und ältestem Kind als sogenannte Familiengenossenschaft sein – genauso gut kannst Du aber auch für wenig Geld 3 anonyme US-LLCs, britische Stiftungs-Limiteds, einen Haufen anderer Rechtsformen oder eine Kombination derer gründen, um sie zu den Gründungsmitgliedern einer Genossenschaft zu machen. Verschleierung ist eine wichtige Komponente des Vermögensschutzes – denn was man Dir nicht zuordnen kann, kann man dir nicht zuordnen.

Eine ausgefeilte Vermögensschutz-Struktur kombiniert verschiedenste Rechtsformen in verschiedenen Ländern um die bestmöglichste Sicherheit zu bieten. Freilich können die Verwaltungskosten solcher Spielereien aber schnell hohe Ausmaße annehmen. Bereits nur eine sauber aufgesetzte Struktur reicht im Idealfall aber aus um den oben vorgestellten Szenarien zu entkommen.

Gegen Vermögensabgaben an sich bieten sich sicher Stiftungen an. In Deutschland werden dabei nur Familienstiftungen aus der EU/EWR anerkannt. Die optimale Wahl ist hier das kleine Fürstentum Liechtenstein, die das Konzept der Familienstiftungen vor fast 100 Jahren erfunden haben. Eine Familienstiftung kombiniert mit der richtigen Privatbank und privat platzierten fondsgebundenen Versicherungsverträgen würde eine äußerst hart zu knackende Nuss bilden, insbesondere wenn das Vermögen in weitere ausländische Tochtergesellschaften solch einer Stiftung diversifiziert wird.

 

Erstens kann man legal einwandfrei beschwören, dass man keinerlei Vermögen besitzt, zweitens hat man dem deutschen Staat auch den direkten Zugriff entzogen. Und unterdessen freut man sich über eine steuerfreie Thesaurierung von Anlagen und erbschaftssteuerfreie Vermögensübertragung an die nächste Generation während man als Begünstigter seine Lebenshaltungskosten immer decken kann.

 

Fraglich ist aber ob eine solche Familienstiftung auch dann nützt wenn es um Zwangshypotheken auf Immobilien geht. Da diese immobil sind, sind sie dem deutschen Gesetzgeber weitgehend schutzlos ausgeliefert. Hier kann eine ausländische Rechtsform nützen, aber andererseits auch besonders einladend sein.

Einen Ausschluss von Zwangshypotheken lässt sich aber insbesondere auf Wohnungseigentum von Genossenschaften erwarten, die im deutschen System sehr privilegiert sind. Zwar wurde die Steuerfreiheit auf Mieteinkünfte eigener Mietwohnungen mittlerweile vom Staat kassiert, weitere Steueroptimierungsmöglichkeiten und ein hoher Pfändungsschutz bestehen aber weiterhin.

 

Was viele nicht wissen: eine komplett steuerneutrale Umwandlung einer GmbH in einer Genossenschaft ist relativ leicht möglich – und schützt neben Enteignungen auch vor Wegzugsbesteuerung und anderen Maßnahmen.

 

Andere wiederum übertragen ihr Eigentum lieber auf amerikanische LLCs oder Aktiengesellschaften. Diese sind in Deutschland nämlich voll rechtsfähig und können im Grundbuch eingetragen werden. Aufgrund der deutschen Historie und bestehender Sonderverträge spekuliert man darauf, dass US-Eigentum auf keinem Fall enteignet werden wird. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Rechtsformen mit israelischem Kontext, die sich ideal in einer solchen Struktur als Holding einfügen lassen.

Beide Rechtsformen (Stiftung und Genossenschaften) wurden im Detail in einzelnen Ausgaben unseres Magazins Global Citizen Explorer behandelt. Wir arbeiten mit den jeweiligen Top-Experten für liechtensteinische Familienstiftungen und deutschen Familiengenossenschaften zusammen, falls Du dich für diese Aspekte des Vermögensschutzes interessierst. Amerikanische LLCs kann dir Staatenlos.ch sogar aus eigener Hand gründen. Aber auch zu Vereinen, Trusts und weiteren alternativen Rechtsformen besteht bei uns Expertise.

 

Dein Konto: Möglichkeiten im In- und Ausland

Obwohl ich Autor eines bekannten Vergleichswerkes über internationale Banken bin (das gerade aktualisiert wird), habe ich ihnen selbst noch nie größere Summen überlassen. Das liegt ganz einfach in der simplen Wahrheit, dass das Geld auf einem Konto niemals Dir, sondern der Bank gehört. Und Banken mit jedem Cent mehr Einlage ein Vielfaches an weiterem Geld schöpfen können.

 

Deshalb sollte man sich gut überlegen ob man nicht vielleicht sein Vermögen außerhalb von Banken sichert und nur einen Kontenstand aufweist, der einem die nötige Liquidität zum Überleben garantiert. Das Konto ist nur geradeso gedeckt um Kreditkartenabrechnungen zu garantieren – der Rest wird direkt in andere Werte umgewandelt. So mache ich es jedenfalls.

 

Wer trotzdem Banken vertrauen will, sollte auch hier wieder auf die nötige Diversifizierung achten. Ein Bankkonto in Deutschland ist im internationalen Vergleich nicht schlecht. Vielen englisch-sprachigen Kunden rate ich sogar bewusst zur Konteneröffnung in Deutschland, da deutsche Banken grundsätzlich gute Dienstleistungen zu akzeptablen Kosten bei hoher Stabilität abwickeln. Dennoch sollte man hier nicht verallgemeinern und jedes eigene Institut ganz genau unter die Lupe nehmen um Risiken wie Bankpleiten oder Vermögensabgaben zu minimieren.

Ein reines Auslandskonto wird bei einer Vermögensabgabe vermutlich nicht helfen. Wie das Welteinkommen in Deutschland besteuert wird, wird auch das Weltvermögen im eigenen Namen zu einer Vermögensabgabe herangezogen werden. Mit weltweiten Informationsaustausch wird es zunehmend schwerer, sein Vermögen auf Bankkonten zu verschleiern. Damit wird es sicher auch einen Straftatbestand der Vermögensabgabenhinterziehung geben. Zumindest in der EU kann mittlerweile sogar frei raus gepfändet werden.

 

Gegen eine Vermögensabgabe wird nur helfen unter die entsprechende Freigrenze zu fallen. Alle mit Kontenvermögen unter 200.000€ müssen sich hier aber wohl eher weniger Sorgen machen.

 

Anders sieht es schon mit möglichen Bankpleiten aus, die sich unweigerlich aus der Corona-Wirtschaftskrise ergeben werden. Auch wenn deutsche Banken längst nicht so labil sind wie viele südeuropäische werden sie in einem Crash doch zweifellos hineingezogen werden. Sich hier auf die angebliche Einlagensicherung von Konten in Höhe von 100.000€ zu verlassen ist töricht. Das Einlagensicherungsgesetz schließt eine Erstattung im Falle einer Bankenkrise explizit aus. Die Einlagensicherung hilft nur, wenn sich eine Bank in guten Zeiten komplett verkalkuliert und pleite geht. In Krisenzeiten, in denen es weit mehr als eine Bank treffen wird, kann man sich darauf nicht verlassen. Der Anreiz wiederum riskante Anlagen zu tätigen steigt mit höherer Einlagensicherung. Man wird ja eh vom Staat gerettet ist wohl das Mantra in hohen Banker-Kreisen – was sich laut einem neuen EU-Plan wohl mal wieder bestätigen dürfte.

Möchte man sein Geld auf deutschen Konten belassen, empfiehlt es sich hier wieder breit zu streuen und nur fünfstellige Summen pro Konto zu halten. Die Deutsche Bank und Commerzbank sollten vermieden werden, da sie im Falle eine südeuropäischen Bankencrashes schnell in Bredouille kommen werden. Deutlich stabiler sind die meisten Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken. Aber auch hier sollte man seine Heimatbank genau unter die Lupe nehmen. Je nach Stadt können auch hier Fehlallokationen mit hohem Risiko erfolgt sein.

Als grundsätzlich stabliste Bank in Deutschland im Fall eines Bankencrashes gilt die DZ Bank. Die DZ Bank ist relativ unbekannt, ist nach Vermögen aber die zweitgrößte deutsche Bank nach der Deutschen Bank. Als Mutterbank aller genossenschaftlich organisierten Volks- und Raiffeisenbanken ist sie auch selbst die beste Anlaufstelle für Genossenschaften. Aber auch GmbHs und andere Rechtsformen können bei ihr selbstverständlich Geschäftskonten eröffnen. Ein Ableger in Luxemburg könnte zusätzliche Vorteile schaffen.

Ein ausländisches Konto macht grundsätzlich Sinn für jeden und kann auch noch ganz legal überall auf der Welt eröffnet werden.

 

Innerhalb der Europäischen Union sollte man die Schweiz als südlichste Grenze möglicher Konteneröffnungen betrachten. Ein Konto in Spanien, Italien, Griechenland und Co. wird in den nächsten Monaten ein ziemliches Glücksspiel sein.

 

Am stabilsten erachte ich skandinavische Banken in Schweden oder Estland, die beide eine vergleichsweise geringe Staatsverschuldung haben. Bei der SEB Bank bekommt man bei persönlicher Anreise relativ leicht Konten, vor allem in Estland. In Schweden braucht man dazu meist aber eine schwedische Steuernummer. Diese ist für EU-Bürger aber relativ simpel zu beantragen und löst an sich keinerlei Steuerpflicht aus. Schweden als eines der wenigen gegenwärtig komplett offenen Länder könnte also durchaus einen kleinen Besuch lohnen.

Eine gute Alternative in Europa stellt nach dem Brexit auch sicherlich wieder das Vereinigte Königreich da. Ab 25.000 Pfund Einlage gibt es Non-Resident-Konten bei größeren Banken wie Barclays und Lloyds in England. Ab 100.000 Pfund ist meist auch eine Eröffnung in den Kronkolonien Isle of Man, Jersey oder Guernsey möglich. Bei Anlageprodukten wie Lebensversicherungen oder Festgeld auch oft schon weniger. Bei Nicht-EU-Wohnsitz startet Festgeld bei Lloyds auf der Isle of Man etwa bereits ab 10.000 Pfund.

Trotz Verlust des Bankgeheimnisses sind gerade kleinere Privatbanken in der Schweiz und Liechtenstein weiterhin sehr empfehlenswert. Hier gibt es Dutzende verschiedene zur Auswahl.

 

Wir kooperieren mit einem Experten, der Dir die richtige Bank für Deine Zwecke auswählen und oft 50% der Kosten ersparen kann. Dafür solltest Du aber eine halbe Million Euro Einlage mitbringen.

 

Aber auch mit niedrigeren Summen lässt sich vor allem in der Schweiz etwas machen. Beliebt in Offshore-Kreisen ist etwa in die in Wollerau bei Zürich, Lugano und Genf ansässige CIM Privatbank. Diese vergibt auch relativ einfach Geschäftskonten an EU- und reputable Offshore-Jurisdiktionen.

Außerhalb der EU gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Der Bankenplatz Singapur ist sehr zu empfehlen, erfordert ohne Wohnsitz aber Mindesteinlagen von 150.000€ um eine realistische Chance auf ein Konto zu haben.

Einfacher sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Bei persönlicher Anreise nach Florida kann man in diversen Banken problemlos ein Privatkonto mit Kreditkarte erhalten – auch ganz ohne ITIN-Steuernummer. Diese erleichtert es aber und ist für Bonitätsaufbau notwendig – Staatenlos.ch kann dir gerne bei der Beantragung helfen. Der US-Dollar ist in den nächsten Monaten wahrscheinlich auch die beste Wahl als Währung.

Puerto Rico ist ein Teil der USA, unterliegt aber ganz eigenen Banking-Gesetzen, die das Territorium etwa auch vom Automatischen Informationsaustausch ausnehmen. Deshalb ist die bekannte Offshore-Bank EuroPacific Bank 2017 aus dem Karibikstaat St. Vincent hierher gewechselt. Mit einer Eigenkapitalquote von 100% hält die vom einem bekannten Crashpropheten gegründete Bank tatsächlich alle Einlagen physisch vor und finanziert sich ausschließlich aus Gebühren. Die fehlende Kreditvergabe und Spekulation von Kundengeldern macht die Bank damit grundsätzlich sehr sicher. Neben Konten ist auch eine Trading-Plattform und ein goldgedecktes Konto erhältlich – Geschäftskonten können für fast alle Rechtsformen und Jurisdiktionen weltweit aufgemacht werden. Die Konten-Eröffnung ist remote mit jeglichem Wohnsitz außerhalb der USA möglich.

Einer ähnlichen Philosophie folgt die den unbescheidenen Namen tragende Capital Security Bank auf den zu Neuseeland gehörenden autonomen Territorium der Cook-Inseln, die übrigens auch exzellenten Vermögensschutz über ihre Trust- und LLC-Strukturen bieten. Im Vergleich zur EuroPacific Bank ist sie aber relativ teuer.

Panama als einziges Land der Welt ohne Zentralbank hat in Krisen historisch sehr gut abgeschnitten, da die Banken wissen, dass sie bei Fehlspekulation nicht gerettet werden. Die Eigenkapitalquoten sind damit hoch und das Management eher konservativ. In Verbindung mit dem beliebten Panama-Wohnsitz kann man sich hier relativ leicht ein stabiles Konto besorgen.

Auch Georgien ist weiterhin ein beliebter Bankenplatz, in dem wir Remote-Konteneröffnungen anbieten. Da das Fehlen eines automatischen Informationsaustausches jedoch viele zwielichtige Vermögende angezogen hat, kam es in den ersten Wochen von 2020 auch im Zuge der EU-Annäherung um groß angelegte Geldwäsche-Investigationen, bei denen etliche Konten geschlossen wurden. Das georgische Bankensystem ist relativ stabil und grundsätzlich weiterhin zu empfehlen.

 

Unsere Remote-Konteneröffnung ist aber mittlerweile nur noch ab Mindesteinlagen von 10.000€ möglich und solange Lockdowns in Georgien andauern nicht durchführbar.

 

Länder ohne Informationsaustausch aber akzeptablen Finanzsystem und Banken gibt es immer weniger. In den meisten afrikanischen Ländern möchte man dann doch eher nicht sein Geld parken. Zu den interessantesten Jurisdiktionen ohne CRS, sofern nicht schon genannt, zählen vor allem Thailand, Paraguay, die Dominikanische Republik, Taiwan und Kambodscha. Gerade in Thailand ist es weiterhin auch als Tourist recht einfach möglich Privatkonten zu eröffnen – und der Thai Bhat aktuell auch eine empfehlenswerte Währung. Thailand ist auch ideal um über den verifizierten Wohnsitz den Austausch ins Leere laufen zu lassen – nur eines einiger Schlupflöcher…

Staatenlos.ch kooperiert mit einer Vielzahl an Partnern, die private und geschäftliche Konten auch in anderen Orten der Welt eröffnen können. Über einen erfahrenen Banking Introduction Service können oft Konten doch eröffnet werden, wo man bei eigener Beantragung scheitern würde. Das hat freilich aber seine Kosten, die vielen Leuten astronomisch vorkommen.

 

Liquide Alternativen zum Bank-Konto

Was man aber nicht vergessen sollte: Banken sind nicht die einzigen Institutionen, die liquide Mittel in Währungen halten können. Statt bei einer Bank kannst Du Währungen genauso gut bei allen anderen möglichen Finanzinstitutionen parken. Etwa auch bei einem Broker ohne in Aktien zu investieren oder einem Edelmetall-Lager ohne Gold zu kaufen. Das ist wegen leichterer KYC-Anforderungen deshalb oft eine gute Alternative von bestimmten Jurisdiktionen zu profitieren.

Wer auf absehbare Zeit nicht in die USA kann oder möchte, kann remote relativ einfach bei einen US-Broker ein Depot eröffnen und dort per Überweisung einzahlen. Statt das Geld in Aktien zu investieren oder zu traden kann man es auch einfach in US-Dollar liegen lassen. Dabei gibt es oft sogar minimale Zinsen. Ein paar Broker in den USA können auch von Non-Residents eröffnet werden. Interactive Brokers ist einer der Platzhirsche, muss aber auf der eigenen US-Webseite beantragt werden. EU-Residents werden sonst automatisch Luxemburg zugewiesen. TD Ameritrade ist eine gute Alternative für Perpetual Traveler, klappt aber nicht bei EU-Wohnsitz. Charles Schwab eröffnet Depots auch bei einigen EU-Wohnsitzen.

In der aktuellen Marktsituation ist es nicht verkehrt US-Dollar zu halten. Die Begründungen kannst Du unserem Webinar und auch dem Kurs zur Österreichischen Schule der Nationalökonomie entnehmen. Ich erwarte eine weitere starke Aufwertung des Dollars mit Erreichen der Parität zum Euro in den nächsten Monaten. Als Weltleitwährung hat die USA den Vorteil, dass sie sich fast unbegrenzt verschulden und mit der Notenpresse finanzieren kann. Auch wenn das langfristig fatale Folgen haben kann, ist mittelfristig der US-Dollar allen anderen Währungen überlegen und wird auch gegen beliebte Krisenwährungen wie Schweizer Franken, Norwegische Kronen oder Singapur-Dollar an Boden gewinnen.

Diese sollten bei einer ausgewogenen Kontenstruktur aber natürlich ebenso eine Rolle spielen. Auch australische, neuseeländische und kanadische Dollar sind neben schwedischen Kronen eine interessante Beimischung. Der Euro hingegen, obwohl aktuell gegen die meisten Währungen ebenfalls stark aufwertend, wird spätestens Ende des Jahres in große Schwierigkeiten kommen. Insbesondere der Austritt eines oder mehrerer Länder wie Italien aus dem Euro wird ein großes Kartenhaus in sich zusammenstürzen lassen. Details dazu entnimmst Du unserem Videokurs oder der zahlreichen “Crash-Literatur.

Aber zurück zu den Kontenalternativen: wer etwa vom Standort Singapur profitieren will, aber nicht genug Kleingeld hat, kann einfach den Edelmetallanbietern Bullionstar oder Silverbullion Geld überweisen und in Singapur-Dollar liegen lassen. Die Eröffnung eines Depots ist remote möglich und erfordert lediglich eine Passkopie. Zusätzlich gilt hier zum Beispiel kein Informationsaustausch – weil es keine Zinsen gibt, gerät man aber natürlich auch nicht in die Steuerhinterziehung. Selbstverständlich kann man (und sollte man auch) einen Teil in Edelmetalle wie Gold und Silber jederzeit umwandeln.

Die beste Möglichkeit Währungen liquide zu halten sind in meinen Augen aber Stablecoins, die ich bereits im letzten Artikel angesprochen habe. Stablecoins sind Krypto-Währungen ohne Volatilität, die durch Blockchain-Mechanismen wie Smart Contracts den Wechselkurs verschiedener Währungen simulieren und kontinuierlich anpassen.

Zweifellos sind auch Bitcoin und andere Krypto-Währungen eher Gewinner der Corona-Krise. Wer aber nicht spekulieren will, kann trotzdem Krypto-Währungen mit Stablecoins vorteilhaft nutzen. Denn für diese braucht man keine Banken oder Börsen, die sie verwahren.

 

Wie jede vernünftig programmierte Krypto-Währung sind sie unmöglich in irgendeiner Art gepfändet zu werden. Kein Staat wird jemals Zugriff auf dein Krypto-Wallet haben. Und mittlerweile gibt es genug Möglichkeiten auch ohne Verifizierung an Bitcoin zu kommen oder sie an unregulierten dezentralen Börsen einzutauschen.

 

Es gibt mittlerweile eine Reihe von Stablecoins, für Einsteiger ist am ehesten aber DAI zu empfehlen, das den USD-Kurs abbildet. Über Tether scheiden sich die Geister, ob es nicht doch ein riesengroßer Scam ist. DAI läuft auf der Ethereum-Blockchain und ist auch mit empfehlenswerten Wallets wie Monolith kompatibel. Dort gibt es mit EU-Wohnsitz sogar eine Visa-Debitkarte, die man mit seinen DAI aufladen kann. Du selbst bist aber unter vollständiger Kontrolle des Geldes solange sich die DAI auf deinem Wallet befinden (im Besitz des Private Keys). Erst bei Aufladung einer Visa-Karte besteht theoretisch ein Zugriff – und das ist eine entsprechend geringe Summe, die meist direkt ausgegeben wird.

In der aktuellen Situation der Welt sehe ich Krypto zum Jahresende hin wieder boomen. Aktuell ist dabei noch ein günstiger Zeitpunkt sich entsprechend einzudecken. Neben Stablecoins, die ich jedem Bankkonto auf der Welt vorziehen würde, investiere ich neben Bitcoin aktuell vor allem in Hedera Hashgraph und Pirate Chain. Hedera Hashgraph ist ein Ethereum-Konkurrent mit überlegener Technologie, die auch quantencomputer-resistent ist – die größte Gefahr für Kryptowährungen im nächsten Jahrzehnt. Pirate Chain ist die aktuell anonymste im Umlauf befindliche Krypto-Währung. Noch optimalere Projekte, die beides vereinen, unterstütze ich in der Entwicklung.

Auf jeden Fall ist jetzt in Lockdown-Zeiten der optimale Zeitpunkt da sich mit Krypto-Währungen auseinanderzusetzen. Dank StableCoins kann man dies auch ganz ohne finanzielles Verlustrisiko tun. Die Volatilität liegt hier nur immer sehr kurzfristig bei Abweichungen von maximal 2%.

 

Trotzdem kann man damit auch Geld verdienen – Decentralized Finance ist das Stichwort dafür, das ich mir für einen anderen Artikel aufhebe. Es lassen sich aber für Bankverhältnisse heutzutage fast traumhaft anmutende Zinsen durch dezentralen Geldverleih erreichen – und das ganz ohne Risiko.

 

Andere Möglichkeiten zum Vermögensschutz

Mit dem Thema Investment im Crash könnte ich noch Tausende Seiten füllen. Meine eigene Investment-Strategie ist dabei dem Durchschnitts-Anleger eher nicht zu empfehlen. Sie basiert auf stark langfristigen, illiquiden Anlagen, bei denen das Geld “verloren” weil gebunden ist.

Mehr als 90% meines Vermögens steckt in außerbörslichen Firmenbeteiligungen in verschiedenen Bereichen. Am bekanntesten ist wohl meine Walnuss-Plantage in Georgien – mit zehntausenden munter wachsenden Bäumen etwas Reales zum Anfassen. Aber auch verschiedene Immobilienprojekte inklusive der Kurzzeitvermietung, Beteiligungen an attraktiven Firmen von erfolgreichen Unternehmern aus meinem Netzwerk und Private Placements (rabattierter Vorverkauf von Aktien vor einem bevorstehenden Börsengang) sind vorhanden. Und Venture Capital – etwa bezüglich Freier Privatstädte. Hier geht es in wenigen Wochen übrigens nun endlich los.

All das lässt sich natürlich schon wieder zu Barem machen – lohnt sich aber erst nach einigen Jahren. Mein Anlagehorizont ist sehr langfristig und vor allem auf passiven Cashflow aus unternehmerisch erwirtschafteten Dividenden zum Zeitpunkt X ausgelegt, die entsprechend quellensteueroptimiert sind. Zeitpunkt X ist für mich mein 33tes Lebensjahr und ermöglicht mir den Ruhestand mit einem Monatseinkommen von 20.000€ aus rein passiven Geldanlagen. Dank überwiegend passiven Unternehmenseinkommen muss ich aber schon jetzt nicht auf ein ähnliches Leben verzichten. Und nichts mehr tun mit 33 wäre ja auch langweilig 😉

Selbstverständlich mag dies vielen riskant erscheinen, für mich ist das Risiko aber sehr kalkulierbar.

 

Die Aktienmärkte und viele andere Investments sind wesentlich weniger kalkulierbar als Unternehmen, deren Geschäftsfeld man versteht und dessen Geschäftsführern man vertraut. Wenn viel Geld dem eigenen Zugriff entzogen ist, kann man besser schlafen und sich zur höheren Arbeitsmotivation bewusst arm rechnen. Wenn um Geld gebetettelt wird kann man ehrlich ablehnen. Eine Krise während das Investment sich noch aufbaut bietet mehr Chancen als Risiken. Und – um das Thema dieses Artikels aufzugreifen – kann einem kaum etwas weggenommen werden. Die Flaggen- und Vermögensschutztheorie meiner Investments muss einstweilen aber ein Geheimnis bleiben.

 

Die knapp 10% anderer Anlagen außerhalb von Unternehmensbeteiligungen stecken vor allem in Krypto-Währungen und einem kleinen, aber feinen Edelmetallportfolio. Aktuell stehen die Zeichen für mich eher auf Spekulation als auf Stable Coins. Das kann sich aber jederzeit ändern.

Geschäftliches Einkommen fließt nach Deckung von geschäftlichen und persönlichen Kosten seit Monaten grundsätzlich komplett in Krypto-Währungen. Bei nicht unerheblichen Teilen meiner Umsätze erfolgt das durch den Schweizer Anbieter Intarium, an dessen Schweizer IBAN Kunden in Fiat-Währungen zahlen, ich aber Bitcoin erhalte. Diese cashe ich bei höheren Summen dann kurzfristig in Fiat-Währungen aus um in Unternehmensbeteiligungen zu investieren.

Seit ein paar Wochen setze ich aber wieder voll auf Krypto und habe aktuell keine substantiellen Unternehmensbeteiligungen geplant. Ich hoffe dieses Jahr erneut auf Zeiten wie den Goldenen Herbst 2017 – wo ich in wenigen Monaten mehrere tausend Prozent Rendite erwirtschaftete (bei mir war es IOTA) – und dann wieder einen großen Batzen verlor. Dafür ist man im nächsten Bullenmarkt schlauer – und der kommt bestimmt.

Mit Unternehmensbeteiligungen meine ich übrigens keine Aktien. Diese habe ich nie substantiell besessen noch habe ich dies aktuell vor.

 

Auch wenn die Märkte sich scheinbar schon erholen, steht die Depression erst noch bevor. Es sollte kein Wunder sein, dass Aktienkurse steigen wenn die Notenbanken mittlerweile direkt Aktien ankaufen. Wie in den letzten Jahren immer wieder gepredigt rate ich deshalb aktuell stark vor dem Aktienkauf ab. Eine Ausnahme ist geübte Spekulation – etwa auf Pharma-Konzerne, die den Zuschlag zur Corona-Impfung kriegen.

 

Das heißt nicht, dass Aktien für den durchschnittlichen Anleger keinen Sinn machen, ganz im Gegenteil. Aktien, insbesondere als ETFs, sind mit die beste Anlageempfehlung, die man Durchschnittsverdienern geben kann. Aber aktuell ist absolut der falsche Zeitpunkt dafür. Halte lieber einige Monate US-Dollar, die wahrscheinlich stärker aufwerten als Börsenkurse durchschnittlich steigen. Das kannst du direkt beim US-Broker oder am besten über Stablecoins tun. Wenn die Kurse ordentlich fallen – und das werden sie innerhalb des nächsten Jahres mit hoher Wahrscheinlichkeit, kannst Du dich dann günstig eindecken und von Jahren der Markterholung profitieren. Am besten auch aus steuerlicher Perspektive sind in Irland domizilierte Index-Fonds, da hier vor allem bei hohen US-Anteilen viele Quellensteuern einsparbar sind.

Auch wenn es noch soviel zu schreiben gäbe, muss ich an dieser Stelle zum Ende kommen. Wie bereits erwähnt haben mich die Weisheiten der Wirtschaftstheorie der Österreichischen Schule stark in meinen Investments geprägt. Ich kann dir deshalb nur erneut unseren Videokurs zum Thema empfehlen, in dem wir praxisrelevante Empfehlungen für Unternehmer und Investoren geben. Gerne – das habe ich schon oft getan – berate ich auch zu diesen Finanzthemen aus meiner alternativen Sichtweise. Melde Dich bei Fragen aller Art einfach an [email protected]!