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Immer wieder kommen Menschen mit einem recht ähnlichen Anliegen zu uns: Sie wollen einen soliden Plan B. Manche beobachten mit Sorge politische Entwicklungen oder fühlen sich nicht mehr in ihrem eigenen Land repräsentiert, andere denken rein unternehmerisch und wollen steuer- und buchhaltungsfrei ihrem Business nachgehen (z. B. mit einer US LLC). Und wieder andere wollen einfach nicht alles auf eine einzige Karte setzen. Die Motive mögen unterschiedlich sein – das Ziel ist jedoch identisch: Optionen schaffen, bevor man sie dringend braucht. Genau das vermitteln wir seit über zehn Jahren mit der Flaggentheorie.

Ein Hauptanliegen ist oft: Viele wollen (noch) nicht auswandern. Sie möchten sich stattdessen Optionen sichern – für den Fall, dass es wirklich notwendig wird. Wir raten zwar regelmäßig dazu, frühzeitig klare Entscheidungen zu treffen, weil es aus unserer Sicht immer weniger bis gar keine überzeugenden Gründe gibt, dauerhaft in Deutschland oder Österreich zu bleiben. Dennoch gibt es typische Motive: wichtige familiäre Bindungen, laufende Projekte oder schlichtweg der Wunsch, nicht überstürzt zu handeln. Unsere Devise lautet: Das Risiko zu bleiben, ist weitaus höher, als Dich nach besseren Möglichkeiten umzusehen. Untätigkeit ist die teuerste Entscheidung. 

Aber auch wenn Du bereits als Perpetual Traveler lebst und Dir mit einer Permanent Residency (also einer Daueraufenthaltsgenehmigung) in einem attraktiven Staat einen dauerhaften Zugang sichern möchtest, brauchst Du Lösungen, die keine langfristige Präsenz erfordern – idealerweise natürlich mit z. B. nur einem einzigen, einmaligen Aufenthalt.

Optionen schaffen, bevor sie zur Notwendigkeit werden

Viele entscheiden sich nicht nur aus einer Plan B-Strategie heraus für einen Aufenthaltsstatus, sondern auch aus Compliance-Überlegungen: Sie möchten einen rechtlich belastbaren Status in einem Staat, in dem sie – zumindest theoretisch – dauerhaft bleiben können. Dies ist jedoch ein Denkfehler. Für einen steuerlichen Compliance-Wohnsitz ist allerdings eine Permanent Residency bzw. ein Aufenthaltstitel nicht erforderlich; maßgeblich ist die steuerliche Ansässigkeit nach nationalem Recht. In bestimmten Konstellationen kann es zwar sinnvoll sein, einen Status zu wählen, der die steuerliche Ansässigkeit eindeutig begründet, um sich bspw. auf bestehende Doppelbesteuerungsabkommen berufen zu können. Merke Dir aber: In den meisten Fällen, bspw. als reiner Perpetual Traveler benötigst Du keinen Steuerwohnsitz – auch wenn immer wieder Ängste bestimmter Kanzleien geschürt werden. Mit dem Thema der erweitert beschränkten Steuerpflicht bzw. auch der Fallen der beschränkten Steuerpflicht haben wir uns bereits ausführlich auseinander gesetzt.

Die gute Nachricht ist: Was auch immer Deine Gründe sind, es gibt Lösungen für Deinen Plan B – und wir haben sie für Dich einmal zusammengefasst. Wenn Du keine monatelangen Mindestaufenthalte erfüllen willst, nicht alle paar Monate in ein Land fliegen willst und auch nicht Dein Leben groß umstellen willst, nur um Dir eine zweite Aufenthaltsoption zu sichern, gibt es Länder, die die richtigen Lösungen parat haben. Ein Plan B soll Freiheit bringen – keinen zusätzlichen Stress. Genau deshalb haben wir uns Programme und Länder angeschaut, bei denen in der Regel ein einziger physischer Besuch ausreicht, sich eine langfristige oder sogar permanente Aufenthaltsgenehmigung zu sichern. Ohne Dauerpräsenz und ohne komplizierte Einreisebedingungen.

Residency ohne Residenzpflicht

Zum allgemeinen Verständnis: Üblicherweise bekommst Du zuerst eine temporäre Aufenthaltserlaubnis, die i.d.R. für ein paar Jahre gültig ist. Danach musst Du sie verlängern, bevor Du irgendwann die Permanent Residency beantragen kannst. Der Haken: Du musst normalerweise auch tatsächlich eine gewisse Anzahl Tage pro Jahr im Land verbringen, sonst kann Dein Aufenthaltsstatus schnell wieder Geschichte sein. Aber wie so oft gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel. Und die sind deutlich öfter, als man denken mag. Es gibt nämlich Programme und Länder, bei denen keine Mindestaufenthaltszeiten verlangt werden – oder bei denen Du sogar direkt eine Permanent Residency bekommst, ohne vorher auch nur einen einzigen Tag im Land verbracht zu haben. Für einen Plan B ist das natürlich ziemlich ideal, vor allem weil aus einem Plan B manchmal schneller ein Plan A wird, als man denkt. Schauen wir uns deshalb Länder an, bei denen Du maximale Aufenthaltsrechte bekommst bei minimaler physischer Präsenz.

Philippinen

Wenn Du Dir eine zweite Aufenthaltsoption in Asien sichern möchtest, ohne Dein Leben sofort vollständig zu verlagern, findest Du auf den Philippinen zwei besonders spannende Programme: das Special Investor’s Resident Visa (SIRV) und das Special Resident Retiree Visa (SRRV). Beide Modelle ermöglichen eine langfristige, im Kern prinzipiell unbefristete Residency. Entscheidend ist dabei nicht eine bestimmte Anzahl verbrachter Tage im Land, sondern die Erfüllung klar definierter Bedingungen.

Beginnen wir mit dem SIRV, weil es strukturell die sauberste Form einer kapitalbasierten Residency darstellt. Das SIRV setzt eine Investition von 75.000 USD voraus. Dieses Kapital muss in eine staatlich genehmigte Industrie investiert werden. Es handelt sich also nicht um eine bloße Einzahlung ohne Zweckbindung, sondern um eine Investition in einen offiziell anerkannten Wirtschaftsbereich. Genau diese Investition ist die Grundlage für den Aufenthaltsstatus. Im Gegenzug erhältst Du ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht. Dieses ist nicht auf zwei oder drei Jahre befristet, sondern gilt grundsätzlich unbefristet, solange das Investment aufrechterhalten wird. Die Logik ist klar und transparent: Kapitalbindung gegen Aufenthaltsrecht. Solange die 75.000 US-Dollar in der genehmigten Struktur verbleiben, bleibt auch der Status bestehen. Wird das Investment aufgegeben, entfällt die Grundlage für die Residency. Mindestaufenthaltszeiten oder ähnliches werden nicht genannt.

Das bedeutet, dass die Stabilität des Aufenthaltsrechts nicht über Aufenthaltstage gesteuert wird, sondern über wirtschaftliche Substanz. Für Dich als Investor, der eine zweite Option im asiatischen Raum aufbauen möchten, ohne permanent vor Ort leben zu müssen, entsteht dadurch eine klare, berechenbare Konstruktion. Beide Seiten profitieren von dieser Bindung.

Kapitalbindung gegen unbefristetes Aufenthaltsrecht

Hinzu kommt der steuerliche Rahmen, der das SIRV strategisch noch interessanter macht. Einkommen, das außerhalb der Philippinen erzielt wird, unterliegt nicht der lokalen Besteuerung – d.h., die Philippinen besteuern territorial. Für Dich als international aufgestellten Unternehmer oder Investoren bedeutet das eine Kombination aus Aufenthaltsrecht und territorialer Besteuerung. Gerade diese Verbindung aus Kapitalinvestment, unbefristetem Status und steuerlicher Struktur macht das SIRV zu einer sehr guten Option im internationalen Vergleich – wenn gleich auch die Investmentsumme natürlich vorhanden sein muss.

Neben dem Investorenmodell existiert mit dem SRRV eine zweite dauerhafte Residency-Option, die sich an eine andere Zielgruppe richtet. Das SRRV ist für Personen gedacht, die mindestens 40 Jahre alt sind und ihre finanzielle Unabhängigkeit nachweisen können. Voraussetzung ist die Hinterlegung einer Kaution (ab 15.000 USD) sowie der Nachweis, dass eine Pension (ab 800 USD) bezogen wird und ausreichende Mittel zur Selbstversorgung vorhanden sind. Auch hier steht die wirtschaftliche Eigenständigkeit im Mittelpunkt. Das Programm soll sicherstellen, dass Antragsteller nicht zur Belastung für staatliche Systeme werden.

Strategischer Plan B ohne physische Präsenzpflicht

Auch hier gilt: Die Residency bleibt bestehen, solange die finanziellen Voraussetzungen erfüllt werden und die hinterlegte Kaution bestehen bleibt. Die Konstruktion ähnelt in ihrer Logik dem Investorenmodell: Nicht die Anzahl der Aufenthaltstage entscheidet über die Stabilität des Status, sondern die wirtschaftliche Grundlage.

Das SRRV kennt zudem eine Courtesy-Variante für ehemalige Filipinos, Diplomaten, Militärangehörige und pensionierte Mitarbeiter internationaler Organisationen. Auch hier steht eine finanzielle Hinterlegung im Mittelpunkt, allerdings mit niedrigeren Schwellenwerten. In beiden Fällen – SIRV wie SRRV – entsteht eine Struktur, die sich klar von rein befristeten Aufenthaltsmodellen unterscheidet. Es handelt sich nicht um Nomadenvisa mit fester Laufzeit oder um arbeitsplatzgebundene Genehmigungen, sondern um langfristige Aufenthaltsrechte, deren Bestand an Kapital oder Einkommensnachweis geknüpft ist. Wer diese Grundlage aufrechterhält, behält auch seinen Status. Ein relativ seltenes Modell, das aus unserer Sicht aber ideal für diejenigen ist, die einen Plan B erschaffen wollen bei möglichst wenig physischer Präsenz.  Wer Kapital investiert oder nachweislich unabhängig versorgt ist, kann sich einen stabilen Status sichern, der nicht jährlich neu verhandelt werden muss. Für viele internationale Strategien ist genau diese Planbarkeit der entscheidende Faktor. Wir helfen Dir gerne dabei, Deinen Plan B auf den Philippinen aufzusetzen.

Mexiko

In Mexiko gab es in den letzten Jahren einige Änderungen und auch zum Jahreswechsel 2026 einige finanzielle Schwellen gestiegen. Dennoch bleibt vor allem das mexikanische Independent Means Visa immer noch attraktiv, tatsächlich für viele nicht nur als Plan B, sondern auch als echter Plan A.

Die größte Veränderung: Es gelten strengere wirtschaftliche Voraussetzungen für die Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung. Für die temporäre Aufenthaltsgenehmigung (Residente Temporal) gelten typischerweise folgende Voraussetzungen:

  • Monatliches Einkommen: etwa 4.400 USD netto pro Monat, nachweisbar über die letzten sechs Monate (teilweise verlangen Konsulate sogar zwölf Monate).

  • Alternativ Vermögen/Sparguthaben: etwa 80.000 USD, das über mindestens zwölf Monate konstant nachweisbar sein muss und nicht unter den Mindestbetrag fallen darf.

Zu den akzeptierten Nachweisen zählen beispielsweise Gehaltsabrechnungen, Rentenbescheide oder Verträge für freiberufliche Arbeit mit ausländischen Auftraggebern. Immobilienwerte und Kryptowährungen werden in der Regel nicht berücksichtigt. Für Familienangehörige erhöht sich der erforderliche Betrag pro Person um etwa 20 bis 30 %. Nachteil des temporären Visums ist aber, dass Du nicht nur nach Erhalt des Visums nach Mexiko reisen musst, um die Aufenthaltskarte abzuholen, sondern auch nach einem Jahr erneut einreisen musst, um die temporäre Aufenthaltskarte zu verlängern. Bei Familien bedeutet dies, dass alle Familienmitglieder für diese Verlängerung erneut nach Mexiko reisen müssen. Die bessere Variante ist:

Die permanente Aufenthaltsgenehmigung (Residente Permanente).

Sie hat zwar deutlich höhere Anforderungen – ist aber gerade, wenn Du nicht oft in das Land einreisen willst, und Dir eher einen Plan B etablieren willst, die bessere Variante. Hier musst Du für gewöhnlich nur einmal zur Abholung Deiner Aufenthaltskarte ins Land reisen. Der permanente Status ist unbefristet und muss nicht regelmäßig verlängert werden. Gefordert wird:

  • etwa 7.400 USD monatliches Einkommen, oder

  • etwa 300.000 USD Vermögen bzw. Investitionen.

In vielen Fällen wird diese Option vor allem für Personen über 60 Jahre oder mit familiären Bindungen zu mexikanischen Staatsbürgern oder Residents gewährt. Antragstellern im arbeitsfähigen Alter wird häufig empfohlen, zunächst die temporäre Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen.

Eine weitere wichtige Änderung im Jahr 2026 betrifft die staatlichen Kosten, denn die staatlichen Gebühren haben sich ungefähr verdoppelt. Für den gesamten Prozess sollten Antragsteller einige tausend USD einplanen. Darüber hinaus prüfen Konsulate die finanziellen Nachweise inzwischen deutlich strenger. Wir haben jedoch auch für den mexikanischen Aufenthaltsstatus in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort eine Lösung für Dich, mit der wir Dich in einem sicheren, schnellen und erfolgreichen Ablauf dauerhaft nach Mexiko bringen können. Und das je nach Aufenthaltstitel bei minimaler physischer Präsenz vor Ort. Weitere Informationen findest Du hier.

Costa Rica

Costa Rica ist bei unseren Kunden eine ebenfalls sehr beliebte Destination, da das Land eine solide Aufenthaltsoption mit möglichst wenig Verpflichtungen bietet. Der Zugang zur Residency mit möglichst geringer physischer Präsenz erfolgt klassischerweise, wenn Du noch kein Rentner bist, über das Rentista-Visum. Dafür musst Du ein stabiles passives Einkommen von mindestens 2.500 USD pro Monat über zwei Jahre nachweisen oder alternativ 60.000 USD bei einer costaricanischen Bank hinterlegen. Dir werden dann monatlich 2.500 USD ausgezahlt, bis der Betrag nach zwei Jahren verbraucht ist.

Eine weitere Möglichkeit ist das Investitionsmodell. Die grundlegende Schwelle liegt bei rund 150.000 USD. Dieses Kapital kann auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, direkt in ein neues oder bereits bestehendes Unternehmen zu investieren. Alternativ kann die Summe in Immobilien investiert werden. Auch eine Kombination aus Immobilien und anderen Vermögenswerten ist möglich. Dazu zählen beispielsweise Grundstücke, Häuser oder andere bewegliche Vermögenswerte. Das System erlaubt damit eine gewisse Flexibilität bei der Strukturierung der Investition, ist aber natürlich ideal, wenn Du beispielsweise ohnehin in eine Immobilie in Costa Rica investieren willst (etwa, weil Du auch eine Eigennutzung zu irgendeinem Zeitpunkt planst).

Rentista, Pensionado, Investment – die drei Hauptwege zum Aufenthaltstitel

Neben diesen klassischen Varianten existiert auch eine alternative Option über sogenannte genehmigte Forstprojekte. Hier liegt die Investitionsschwelle bei etwa 100.000 US-Dollar. Allerdings sind dafür zusätzliche Genehmigungen erforderlich, weshalb dieser Weg in der Praxis weniger einfach umzusetzen ist. Wer eine möglichst unkomplizierte Struktur sucht, entscheidet sich daher meist für die Investition oder Rentista; als Rentner über das Pensionado.

Die entscheidende Besonderheit des costa-ricanischen Residency-Systems liegt jedoch nicht nur in der Visumsstruktur, sondern vor allem in den Präsenzanforderungen. Für den Erhalt der Residency besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, dauerhaft im Land zu leben. Das bedeutet, dass der Aufenthaltsstatus bestehen bleiben kann, solange die ursprüngliche Investition weiterhin vorhanden ist. Als Temporärer Resident musst Du Dich lediglich mindestens einmal im Jahr im Land blicken lassen, als Permanent Resident genügen zwei Jahre. Wer das Investment aufrechterhält, kann die Residency somit auch als strategischen Plan B halten, ohne seinen Lebensmittelpunkt nach Costa Rica verlegen zu müssen.

Von der temporären zur dauerhaften Aufenthaltsgenehemigung

Die Residency wird zunächst als temporäre Aufenthaltsgenehmigung erteilt. Diese gilt in der Regel für zwei Jahre. Danach kann sie in eine permanente Aufenthaltsgenehmigung übergehen. Damit entsteht eine langfristige Struktur, die nicht an eine unmittelbare Auswanderung gebunden ist, sondern zunächst als Option gehalten werden kann. Du musst lediglich 1x pro Jahr nach Costa Rica reisen, um den Status aufrecht zu erhalten. Wenn Du in Costa Rica eine permanente Aufenthaltsgenehmigung oder sogar die Staatsbürgerschaft anstrebst, musst Du tatsächlich Zeit im Land verbringen. Für die Einbürgerung gilt eine Frist von etwa sieben Jahren, die mit realem Aufenthalt im Land verbunden ist. Die Residency selbst kann jedoch unabhängig davon bestehen bleiben, solange die Investitionsbedingungen erfüllt werden.

Ein weiterer Faktor, der Costa Rica im internationalen Vergleich interessant macht, ist das Steuersystem. Das Land folgt einem territorialen Ansatz. Einkommen, das außerhalb Costa Ricas erzielt wird, wird grundsätzlich nicht besteuert, sofern es nicht ins Land überwiesen wird. Auch hier also wieder eine ideale Struktur in Kombination mit einem Auslandsunternehmen wie bspw. einer US LLC. Diese Flexibilität ist einer der Gründe, warum Costa Rica im internationalen Kontext immer wieder als mögliche Plan-B-Jurisdiktion genutzt wird. Die Residency kann zunächst als strategische Option gehalten werden, während der tatsächliche Lebensmittelpunkt weiterhin in einem anderen Land liegt. Erst wenn sich die persönliche Situation verändert oder ein dauerhafter Umzug gewünscht wird, wird die Residency zu Deiner neuen Basis – das in Kombination mit den steuerlichen Vorteilen und fehlender wirklicher Präsenzpflicht macht Costa Rica besonders interessant.

Panama

Ähnlich wie in Costa Rica bietet auch Panama zahlreiche Visaoptionen, darunter das Independent Means, Friendly Nations,  Pensionado und weitere Optionen, die alle keine dauerhafte Aufenthaltspflicht erfordern. Auch in Panama ist jedoch i.d.R. ein Besuch alle zwei Jahre nötig, um die Permanent Residency aufrecht zu erhalten. Der Aufenthaltstitel ist ingesamt fünf Jahre gültig und verlängerbar. Mit einer Immobilieninvestition von mindestens 300.000 USD ist man sofort bei der permanent Residency dabei (Qualified Investor Visa).

Das Friendly Nations Visa in Panama richtet sich an Bürger von Ländern mit engen wirtschaftlichen Beziehungen zu Panama, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Früher führte das Programm direkt zur permanenten Aufenthaltserlaubnis, doch seit einer Reform im Jahr 2021 erhalten Antragsteller zunächst eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung für zwei Jahre, bevor sie Permanent Residency beantragen können. Voraussetzung ist der Nachweis wirtschaftlicher Verbindungen zu Panama, etwa durch eine Anstellung bei einem panamaischen Unternehmen, eine Immobilieninvestition ab 200.000 USD oder eine Festgeldanlage von mindestens 200.000 USD für drei Jahre bei einer panamaischen Bank.

Auf dem günstigsten Weg ist ein passives Einkommen von mindestens 1.000 USD monatlich oder 750 USD bei Immobilieninvestition nachzuweisen, um den zunächst ersten Schritt für ein temporäres Visum zu gehen (Pensionado).

Auch Panama ist territorial strukturiert; d.h. ausländische Einkünfte bleiben grundsätzlich steuerfrei, sofern sie nicht ins Land transferiert werden. Das Land ist seit Jahren eine klassische Option: funktionierendes Bankensystem, stabile Struktur, planbarer Plan B. Das einstige steuerliche Paradies hat sich jedoch über die Jahre angepasst und tendenziell verschlechtert in seinem Angebot. Daher gilt auch hier wieder, dass es Sinn macht, frühzeitig Angebote zu ergreifen, solange sie bestehen.

Georgien

Georgien ist ein ohnehin schon sehr offenes Land, da viele westliche Staatsbürger auch ohne irgendeinen Aufenthaltstitel bis zu 365 Tage pro Jahr in Georgien bleiben dürfen. Diese lässt sich über eine Firmengründung auch formalisieren und in eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung überführen. Dafür müssen derzeit lediglich 50.000 GEL (rund 15.700 Euro) Umsatz über ein lokales Unternehmen nachgewiesen werden. Neben georgischen Kapitalgesellschaften mit 15 % nachgelagerter Steuer nach dem Estland-Modell kommen dafür auch Einzelunternehmen in Frage, die bis zu einem Umsatz von 500.000 GEL (etwa 157.000 Euro) nur 1 % Steuer zahlen. Bereits damit kann eine jährlich verlängerbare temporäre Aufenthaltsgenehmigung erreicht werden. Natürlich können wir Dich bei diesem Prozess mit unseren Partnern vor Ort unterstützen.

In den letzten Jahren – insbesondere durch eine Gesetzesänderung im Jahr 2019 – hat Georgien auch sein Golden-Visa-Programm deutlich verschärft und stärker professionalisiert. So wurde die Mindestinvestition für eine Aufenthaltsgenehmigung über Immobilien deutlich angehoben: Während früher bereits ein Immobilienwert von 35.000 USD ausreichte, liegt die Schwelle heute bei mindestens 150.000 USD, nachdem sie zwischenzeitlich bereits auf 100.000 USD erhöht worden war. Gleichzeitig wurde auch die Grenze für die Investoren-Aufenthaltsgenehmigung (Investment Residence Permit) deutlich angehoben – von zuvor rund 110.000 USD (300.000 GEL) auf heute satte 300.000 USD. Schnell sein hat sich also auch hier gelohnt. Die georgischen Temporary Residencies müssen dabei i.d.R. jedes Jahr erneuert werden.

Paraguay

Paraguay ist und war immer bekannt für seinen extrem einfachen Weg, Permanent Residency zu erhalten. Auch heute ist Paraguay daher immer noch ein beliebtes Vehikel für einen Compliance-Wohnsitz. Vor einigen Jahren musste man lediglich 5.000 USD auf einem Konto in Paraguay als Sicherheitsleistung hinterlegen und erhielt die PR. Dies ist heute nicht mehr ganz so einfach, aber es gibt immer noch vergleichsweise einfache Wege, dauerhaften Aufenthalt mit minimaler physischer Präsenz zu erhalten. Am Beispiel von Paraguay siehst Du aber einmal mehr: Ergreife die Chancen, wenn sie sich ergeben – denn häufig sind gute Angebote nur in einem kurzen Zeitfenster verfügbar, bevor es zu irgendeiner Reform oder Druck von außen kommt. Damit Du solche Angebote in Zukunft nicht verpasst und am Zahn der Zeit bist, empfehlen wir Dir, unserer Staatenlos Mastermind beizutreten oder unserem Instagram-Kanal zu folgen.

Wie also nun Resident in Paraguay werden mit möglichst wenig physischer Präsenz?

In Paraguay existieren zwei Hauptpfade. Die permanente Aufenthaltsgenehmigung erfordert ein Investment von 70.000 US-Dollar in ein Unternehmen über mehrere Jahre sowie die Schaffung von mindestens fünf Arbeitsplätzen. Diese Variante erfordert keine dauerhafte physische Präsenz zum Erhalt, sondern lediglich eine einmalige Reise nach Paraguay.

Alternativ kann eine temporäre Residency ohne Investment beantragt werden, die wiederum auch zur Permanent Residency führt. Dies kommt allerdings mit dem Preis, dass Du nicht nur einmal, sondern insgesamt dreimal bis zur PR nach Paraguay reisen musst: zunächst für die Beantragung der temporären Aufenthaltsgenehmigung, anschließend nach einem Jahr für deren Verlängerung und schließlich ein weiteres Mal zur Entgegennahme der permanenten Aufenthaltsgenehmigung.

Unserer Einschätzung nach hält sich der damit verbundene Aufwand dennoch in einem überschaubaren Rahmen – insbesondere im Vergleich zu anderen Optionen, bei denen beispielsweise Investitionen oder die Schaffung von Arbeitsplätzen erforderlich sind. Der zeitliche Aufwand dafür steht in der Regel in keinem Verhältnis zu einer 2-3-fachen Einreise nach Paraguay. Der Weg ist zeitlich also in der Regel die unkompliziertere und effizientere Variante.

Minimale Nachweispflicht – minimaler Aufenthalt

Für die Temporary Residence musst Du u.a. nachweisen, dass Du über die finanziellen Mittel verfügst, Deinen Lebensunterhalt in Paraguay zu bestreiten. Für die Temporary Residence wird kein Einkommensnachweis benötigt, für die Permanent Residency akzeptiert Paraguay verschiedenste Wege, die Solvenz zu belegen, die sich in der Regel immer irgendwie abbilden lassen. Je nach Umstand genügt ein Rentenbescheid, eine Arbeitsbescheinigung oder auch ein Hochschulzeugnis. Paraguay akzeptiert auch Vermögensnachweise.

Die paraguayische Residency bringt diverse Vorteile mit sich – und ist mit seinen Aufenthaltszeiten immer noch extrem moderat. Unter anderem bringt sie den Zugang zu einem der steuerlich attraktivsten Länder Lateinamerikas. Paraguay verfolgt das Prinzip der Territorialbesteuerung (Einkünfte aus dem Ausland in Paraguay werden nicht besteuert, solange sie nicht im Inland erzielt oder direkt dorthin überwiesen werden). Auch Vermögens-, Erbschafts- oder Kapitalertragssteuern auf ausländische Einkünfte existieren nicht. Die inländische Einkommensteuer liegt bei maximal zehn Prozent und fällt nur auf Einkommen an, das innerhalb Paraguays erzielt wird. Hier gehen wir aber noch genauer auf Paraguay ein. Bei Deiner Residenz in Paraguay helfen wir Dir natürlich ebenfalls.

Lettland

Lettland ist der ideale Standort für Drittstaatler, wie wir in diesem Artikel bereits ausführlich berichtet haben. Es bietet eines der flexibelsten und zugleich günstigsten Visa-Programme innerhalb der EU, für Menschen, die sich Zugang zum Schengen-Raum sichern möchten, ohne zwingend dauerhaft in Europa leben zu müssen. Gerade für international mobile Unternehmer, Perpetual Traveler oder Paare mit Nicht-EU-Partnern kann dieses Modell eine strategische Lösung sein, um langfristige Aufenthaltsrechte in Europa zu erhalten.

Der zentrale Einstieg erfolgt über eine Investition in ein lettisches Unternehmen. Bereits ab 50.000 EUR Beteiligung am Stammkapital eines Unternehmens sowie einer einmaligen staatlichen Gebühr von 10.000 EUR kann eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung für fünf Jahre erlangt werden. Dieser Status gilt nicht nur für den Investor selbst, sondern auch für Ehepartner und Kinder unter 18 Jahren.

Nach Ablauf der fünf Jahre besteht die Möglichkeit, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen, während nach zehn Jahren sogar die lettische Staatsbürgerschaft erreichbar ist. Das Programm verbindet damit eine relativ niedrige Einstiegsschwelle mit einer langfristigen Perspektive innerhalb der EU.

Minimale Präsenzpflicht und Schengen-Zugang

Ein wesentlicher Vorteil des lettischen Modells ist die hohe Flexibilität bei der Aufenthaltsdauer. Für den Erhalt der Residency genügt eine Mindestanwesenheit von lediglich fünf Tagen pro Jahr, wodurch sich das Programm besonders für global mobile Personen eignet. Gleichzeitig ermöglicht die Aufenthaltserlaubnis visumfreie Reisen im gesamten Schengen-Raum. Es genügt also ein einziger Urlaub pro Jahr, um sich dauerhaften Zugang zur EU und sämtlichen Ländern zu sichern sowie Ländern, die Reiseerleichterungen für EU-Golden-Visa-Inhaber bieten.

Lettland bietet zudem ein besonderes Körperschaftsteuersystem: Unternehmensgewinne werden erst dann besteuert, wenn sie ausgeschüttet werden, nicht während sie im Unternehmen reinvestiert bleiben. Dieses cashflow-basierte Modell kann für Unternehmer interessant sein, die Gewinne im Unternehmen belassen und weiter investieren möchten.

Kanada

Zugegeben, Kanada ist kein Land, das wir bei Staatenlos sonderlich oft betrachten – und das aus gutem Grund. Denn gute Gründe gibt es für unsere Kunden kaum, ein Land in Betracht zu ziehen, das (geo)politisch in vielen Bereichen kaum von der EU abweicht – also genau von jenem Umfeld, aus dem viele unserer Kunden ursprünglich weg möchten. Für bestimmte Nischen-Kunden könnte das Programm trotzdem interessant sein – und es ist in jedem Falle als eher außergewöhnliches Programm mit direktem Weg zur PR erwähnenswert.

Wer sich also aus welchen Gründen auch immer in Kanada wiederfindet oder gezielt irgendwann dorthin auswandern möchte, hat die Möglichkeit über das sogenannte Express-Entry-Verfahren unter bestimmten Voraussetzungen bereits vorab eine Permanent Residency zu erlangen – ohne, dass man zuvor Kanada je auch nur einen Tag betreten haben muss. Notwendig ist nur eine Anreise zur Entgegennahme der Permanent Residency, sobald diese genehmigt ist. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man die entsprechenden Kriterien des Programms erfüllt, das punktebasiert vorgeht.

Permanent Residency ab Tag 1 im Express Entry-Verfahren

Voraussetzungen sind in der Regel z. B. mindestens ein Jahr qualifizierte Berufserfahrung, ein anerkannter Sprachtest in Englisch oder Französisch, die Bewertung des eigenen Abschlusses durch eine Bildungsanerkennung (ECA), etc. Anschließend erstellt man ein Profil im Punktesystem, in dem Faktoren wie Alter, Ausbildung, Berufserfahrung, Berufsgruppe, Sprachkenntnisse und auch die Region, in die man ziehen möchte, bewertet werden. Erreicht man genügend Punkte und wird eingeladen, kann man anschließend die Permanent Residency beantragen. Diese punktebasierte Form einen Aufenthaltstitel zu erlangen ist nicht ungewöhnlich, ein ähnliches System gibt es beispielsweise in Australien oder Neuseeland. Jedoch erhält man in äußerst seltenen Fällen direkt eine PR wie in Kanada oder man ist von einem Beruf oder Arbeitgeber im Land abhängig – also ein recht typisches Einwanderungsverfahren.

Kanada hat auch einen der schnellsten Wege weltweit, zum Zweitpass zu gelangen: Wer in drei von fünf Jahren in Kanada physisch anwesend war, kann die Staatsbürgerschaft beantragen. Dies kommt jedoch zu einem hohen Preis: Kanada besteuert das Welteinkommen. Und das natürlich auch schon als Resident und nicht erst als Staatsbürger. Das bedeutet: Solange Du (auch) noch in Deutschland lebst, wirst Du zwar in der Regel durch das bestehende Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Kanada und der BRD nicht doppelt zur Kasse gebeten, aber Deine steuerlichen Vorteile sind vernichtend gering – und das auch mit einem späteren vollständigen Wegzug aus Deutschland.

Für absolut eingefleischte Kanada-Liebhaber – oder für jene, die aus welchen Gründen auch immer (sei es wegen der Natur, einem liebgewonnenen Menschen oder Ahornsirup und endlosen Wäldern) ernsthaft mit dem Land liebäugeln – ist das Express-Entry-Programm in der Regel das Mittel der Wahl und eines der wenigen in der westlichen Welt, das direkt ohne einen Tag Anwesenheit vorab zum dauerhaften Aufenthaltstitel führt.

Residency über eine Staatsbürgerschaft sichern

Wenn es Dir um die Sicherung potentieller Aufenthaltsrechte in bestimmten Ländern oder Regionen geht bei möglichst geringer physischer Anwesenheit, bieten sich natürlich auch die meist etwas kostspieligeren Citizenship by Investment (CBI)-Programme an. Bis auf die Abgabe von Fingerabdrücken ist beispielsweise die Beantragung des Vanuatu-Passes, den auch Staatenlos.ch-Gründer Christoph Heuermann hält, komplett remote – das heißt, ohne physische Anwesenheitsverpflichtung. Ähnlich verhält es sich bei anderen CBI-Programmen, beispielsweise verschiedenen Karibik-Pässen oder auch den neuen afrikanischen Möglichkeiten, bei denen wir Dir bei Bedarf bei der Beantragung selbiger gerne helfen können.

Dein Plan B über einen Aufenthaltstitel mit möglichst wenig physischer Präsenz

Wie Du siehst, gibt es weltweit eine Reihe von Möglichkeiten, Dir eine zweite Aufenthaltsoption zu sichern – ohne sofort Dein gesamtes Leben verlagern zu müssen oder langfristige Präsenzpflichten einzugehen. Entscheidend ist nicht, dass Du diese Optionen sofort nutzt, sondern dass Du sie hast, bevor Du sie wirklich brauchst. Ein Plan B bedeutet vor allem eines: Handlungsfähig zu sein in unsicheren Zeiten.

Welche Lösung am besten zu Dir passt, hängt stark von Deiner persönlichen Situation, Deinem Vermögen und Deinen langfristigen Zielen ab. Genau deshalb begleiten wir unsere Kunden seit über 10 Jahren dabei, die passende Struktur zu finden und sauber umzusetzen – von der ersten Strategie bis zur erfolgreichen Beantragung. Wenn Du Deinen eigenen Plan B aufbauen möchtest, unterstützen wir Dich gerne dabei, die richtige Residency oder Staatsbürgerschaft für Deine individuelle Situation zu finden. Sprich uns einfach an!

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